Occupy Gutenberg – Paul and Mectroccupied in New York

— Für deutschen Text nach unter scollen —

When I went to occupy wall street, i was looking for the young and wild users of the new media tools, so I was very surprised to meet Paul. He works on the Newspaper: Metroccupied and knows how to work with movable type.

— deutsch/german —

Occupy Gutenberg

Vor einem Jahr hat das kanadische Adbusters Magazin zum Sturm auf die Wall Street aufgerufen. Allerdings gab es nur einen Termin, den 17. September und einen Title: „Occupy Wall Street“. Der Rest wurde den Lesern überlassen. Mit der Resonanz, hätte wohl keiner gerechnet. Es kamen 30.000 Menschen und Hunderte blieben gleich für 2 Monate da. Die Idee verbreitete sich rasend schnell um den Erdball und einen Monat später wurde auch in Frankfurt die Wiese vor der EZB besetzt. Auch wenn es hier wohl keine Unternehmer wie Gutenberg geben würde, vermutete ich hier zumindest die Anwender der neuen Technologie. Und irgendwie erinnerte mich die ganze Entwicklung an Martin Luthers 96 Thesen, die sich damals, durch Gutenbergs Presse in 2 Wochen im deutschprachigen Raum verbreiteten.
Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Manche Demos wurden von 30 Leuten gleichzeitig gestreamt und in Echtzeit geschnitten. Diese Vielzahl an Kameras kennt man sonst nur von Sportereignissen. Aber die Bewegung ist auch „Offline“ (das Internet ist der normale Kommunikationskanal, deshalb erwähnt man jetzt explizit, wenn man etwas auf der Straße verbreitet) aktiv. Paul ist Herausgeber der Zeitung MetrOccupied, hat keine E-Mail Adresse und kennt sich sogar mit Bleisatz aus. Ein echter Gutenberg Fan bei Occupy Wall Street, damit hätte ich nicht gerechnet.

Upcoming Clips:

  • Interview with two filmmakers (Everyday Rebellion)
  • Occupy Livestream (Interviews with people streaming live from OWS)

Kunst – Theater im Pengland noch bis Samstag

Ich bin zwar nicht so der Theater-Kenner und trotzdem habe ich einen Geheimtipp für euch. Heute und am Samstag, jeweils um 20Uhr, gibt es die letzten beiden Vorstellungen von „Kunst“. 3 Freunde streiten sich wegen einem Kunstwerk das weiß auf weiß ist. Das Stück dauert ca. 90 Minuten, aber es wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Also, nicht verpassen und los ins Pengland:

http://www.pengland.de/?sp_events=theaterinszenierung-kunst-von-yasmina-reza

PS: Ihr solltet schon um 19:45 Uhr da sein, denn wenn die Vorstellung beginnt kommt niemand mehr rein.

Was wird aus der TEDx in Mainz?

Dieses Jahr werde ich keine TEDx organisieren. Der Hauptgrund dafür ist mein Gutenberg Projekt. Ich hatte vor, beides miteinander zu verbinden und eine TEDx mit dem Motto: „It’s Gutenberg all over again.“ zu machen, aber dafür habe ich keine Lizenz erhalten. Dann wieder nächstes Jahr.

J. G. Jung Typologie – So langsam verstehe ich es

Als ich mich vor einem Jahr zum ersten Mal mit dem MBTI auseinander gesetzt habe, war das für mich auf alle Fälle eine wichtige Erfahrung. Ich habe zwar noch nicht das zugrunde liegende Prinzip verstanden, aber mittlerweile bin ich extrem sicher, dass ich ein INFJ bin, aber ich kann mittlerweile auch die Kritik an dem Testverfahren verstehen:

Im letzten Monate habe ich mich dann aber nochmal auf das Thema gestürzt und ich denke auch angefangen es zu verstehen. Denn die Buchstaben sagen weniger über die Persönlichkeit aus als man denkt. Denn viel wichtiger als die Buchstaben sind die sich daraus ergebenen Funktionen. Man kann z. B. introvertierte oder extrovertierte iNtuition haben. Da sind die Buchstaben zwar gleich, aber in der Welt macht das einen großen Unterschied.

Damit ist es aber noch nicht erledigt, denn jeder Mensch bildet im Laufe seines Lebens alle seine Funktionen weiter aus. Das nennt sich dann Individuation, aber das bekommt nochmal einen eigenen Beitrag.

Ich überlege grad ob ich das Ganze Thema mal auf Deutsch übersetze, besteht da Interesse?

Mit Unwahrscheinlichkeiten rechnen

Genaues Planen ist überbewertet. Wenn man ein Haus baut, einen Film dreht oder ein Event veranstalten will, ist Planung zwar total wichtig, aber Planung bedeutet auch, dass man versucht den Zufall auszuschalten. Aber in einer komplexen Welt ist das nur begrenzt möglich, weil der Aufwand ins unermessliche steigt. Ich bin zwar relativ gut darin, genau zu planen, aber die tollsten Erlebnisse passieren dann, wenn man nicht damit rechnet.

Welche Strategie funktioniert dann?

Ich selber habe mir angewöhnt systematisch den Zufall heraus zu fordern. Es gibt einfach Orte an denen Unwahrscheinlichkeiten häufiger vorkommen als an anderen. Zuhause ist die Wahrscheinlichkeit neue Leute kennen zu lernen eher gering, ganz anders bei tollen Konferenzen.

Dazu aus meinem Bücherregal: Der Schwarze Schwan