Innovations Workshop bei der VRM

Das war eine laaaaange Geburt. Es ist fast ein Jahr her, dass mich David (Sensor) fragte, ob ich nicht Lust auf einen Innovations Workshop bei der Verlagsgruppe Rhein Main hätte und natürlich habe ich sofort zugesagt. Mich interessiert die Zukunft der Medien und deshalb finde ich es spannend etwas von den erfahrenen Hasen zu lernen. Ich werde die Chance aber natürlich auch Nutzen um ein wenig zu provozieren und etwas neues und besseres zu schaffen, denn für mich ist das Produkt Zeitung einfach nicht mehr attraktiv. Ich mag den Sensor, aber das vor allem, weil David sich auch mal was traut. Mich interessiert, was das Herz der Zeitung ist.

Geht es nur darum Bäume zu bedrucken und Einkommen zu sichern oder will man Sprachrohr und Koordinationsmedium für eine informierte Öffentlichkeit sein?

Ich habe dazu jetzt einen kurzen Vortrag vorbereitet, den ich dann hoffentlich auch ins Netz stellen werde.

Ich freu mich schon, ein Bericht folgt.

Gründerbus Tag 1: Ankommen und I-Potentials

Nach 4 Stunden Fahrt war ich in München und habe mich sogleich auf den Weg ins FoundersHub gemacht. Dort hieß es dann erst mal 30 neue Namen lernen, von denen ich jetzt bestimmt wieder 25 vergessen habe.

Zum Einstieg gab es einen Workshop von Constanze Buchheim (i-potentials) zum Thema Teambuilding. Viel habe ich schon mal gehört, aber nicht alles. Hier meine Notizen:

Investoren
30-40% Idee 60-70% Team

3 Rollen
– Spezialisten (hr, pr, developer)
– Management (steuern Spezialisten)
– Unternehmer (führt Manager)

Am Anfang ist man alles

Unternehmenswachstum = Weniger Jobs pro Person

Was ist Talent?
Venn-Diagramm
– Fähigkeiten
– Ambition (Drive)
– Leidenschaft (Engagement)

Bei Teams nach selben Leidenschaften suchen

Was ich kann, will und was begeistert?

Partner suchen
1. Wer kann sich begeistern, Gemeinsamkeit
2. Persönlichkeit MBTI Gegensatz suchen
3. Fachliches

Ich suche
– Extrovertiert
– Detail (Sensing)
– Denker
– Spontan

Von Anfang an Wege für Regeneration schaffen. Nach 2 Jahren Vollgas geht der Turbo aus.

Nach dem Workshop haben noch 10 Teilnehmer ein Projekt vorgestellt, wir sind zum Hostel gefahren und es gab zum Abschuss des Tages ein Essen im Park Cafe.

Ich merke jetzt schon, dass es schwer wird jeden Tag einen ausführlichen Bericht zu schreiben, aber ich versuchs.

Trendfrühstück

Eine Auswirkung von meinem Zeiterfassungs-Experiment ist, dass ich morgens nach dem Aufstehen erst mal ne halbe Stunde RSS-Feeds nach Trends scanne. Ok, ich gucke mir mehr oder weniger lustige und tolle  Sachen an und lese was in Mainz und bei Peng passiert ist, gucke noch ein paar andere Webseiten durch. Erst mal auf dem Ipod-Touch.

Man kann schon sagen, dass das mein Zeitungsersatz ist und es ist neben Kaffee ein guter Einstieg in den Tag.

Um das ganze aber noch weiter auszubauen und es wenigstens ein wenig wie Arbeit aussehen zu lassen,  habe ich wieder angefangen mehr auf Hello & Like zu schreiben. Gestern habe ich schon mal angefangen für die nächsten zwei Wochen zu posten. Oft einfach nur Bilder oder Videos meist ohne Kommentar.

Apropos Trends, ich habe mir mal ein Abstimmungs Plugin zugelgt und werde mal anfangen an meine Artikel ein paar Fragen zu knüpfen.

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Nordhafen e.V. gegründet

Am Mittwoch Abend wurde der Nordhafen e.V. gegründet und da ich seit Dienstag einen Schreibtisch bei Hardy im Zollhafen bezogen habe, bin ich jetzt Mitglied des Vereins. Juhu, mehr zu meinem neuen Arbeitsplatz und dem Verein dann in den nächsten Wochen.

www.nordhafen.net

 

empirischer Unsinn

Alle paar Monate flattert mir irgendeine studentische Umfrage in mein Postfach und fast immer sind die Fragen so formuliert, dass ich aussteige und das ist nicht der einzige Grund, warum ich nicht an den Sinn von Umfragen glaube.Schon allein die Auswahl der Befragten sorgt für ein verzehrtes Bild. Studenten fragen in ihrem Freundes und Bekanntenkreis und die Ergebnisse sagen dadurch mehr über den Fragesteller, als dass sie Antworten liefern. Die Antwortmöglichkeiten sind zum größten Teil suggestiv und Antworten die der Fragensteller nicht auf dem Schirm hatte werden auch nicht gegeben. Und wer sich schon mal ein wenig mit Newsletter SignUps oder ähnlichem beschäftigt hat, der weiß wie leicht man Leute zu bestimmten Antworten verleiten kann.

Menschen sagen lieber ja als nein

  • Finden sie, dass man die Gesellschaft vor Straftätern beschützen sollte?
  • Finden sie, dass jeder eine Chance bekommen sollte, aus seinen Fehlern zu lernen?

In einer Umfrage hätten die meisten wohl zweimal mit Ja geantwortet.

Niemand will dumm aussehen

  • Wissen sie, dass Sebastian Vettel von RED BULL RACING Formel 1 Weltmeister ist?

oder

  • Wer ist Formel 1 Weltmeister und für welches Team fährt er?

Bei welcher Frage waren die Menschen wohl „schlauer“?

Dieser Unsinn war auch ein Grund für mich, mein Studium abzubrechen. Wir sollten für ein Projekt, bei dem Plakate getestet wurden, Leute auf der Straße fragen wie sie ein Plakat finden. Aber anstatt dass wir sie erst an dem Plakat vorbei laufen lassen und sie danach fragen, was sie sich noch merken konnten, war es unsere Mission, sie direkt vor dem Plakat zu stoppen und sie dort zu befragen. Die ganze Aktion fand in Zusammenarbeit mit Ströer statt und es ging wohl nur darum zu beweisen das Plakate wirken. Hätte man die Leute nur 30 Sekunden später gefragt, wäre die Antwort zu 90% „Welches Plakat?“ gewesen.

Wer wird überhaupt gefragt?

Menschen mit zuviel Zeit!

Ich habe meist besseres zu tun, als bei einer Telefon Umfrage mit zu machen und werde schon seit 3 Jahren nicht mehr angerufen (Ist das Zufall oder sind es Kostengründe?). Aber ich bin wahrscheinlich nicht der Einzige, der besseres zu tun hat, als bei solchen Umfragen mit zu machen. Umgekehrt heißt dass aber auch, dass nur Menschen mit zuviel Zeit überhaupt die Fragen beantworten.

Wie kann man Datenschützer befragen?

Neben der Zeit spielt für viele auch noch der Schutz der Privatsphäre eine Rolle. Und als ich an der FH Wiesbaden dann mal die Chance hatte eine echte Meinungsforscherin zu Treffen konnte ich mir nicht die Frage verkneifen: Wie erfassen sie diejenigen, die eine Antwort verweigern?

Antwort: Das können wir rausrechnen.

Wenn das so ist, dann kann man sich die Umfrage auch sparen.

Wozu dann Umfragen?

Ich glaube dass es diese Umfragen hauptsächlich aus zwei Gründen gibt:

1. Um Entscheidungen durchzusetzen. Wenn man eine Umfrage hat, kann man seine eigene Vorstellung aufbauschen und so wirken lassen, als ob viele diese teilen.

2. Als Ausrede, wenn etwas nicht funktioniert. Viele Manager haben einfach Angst davor einen Fehler zu machen, deshalb holen sie sich Umfragen und wenn etwas nicht so klappt, wie sie es dachten, dann ist die Umfrage Schuld. Dahinter kann man sich toll verstecken.

Menschen wissen nicht, was sie nicht wissen:

„Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde.“

Henry Ford

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