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Wo kann man eigentlich Internet lernen?

Von allen Fragen die ich mir den USA gestellt habe, hatte diese den längsten Nachhall. Lesen und schreiben lernen wir in der Schule. In der Hochschule lernen wir dass dann auch auf wissenschaftlichem Niveau, aber wo lernen wir eigentlich Internet? Als ich noch in der Schule war, konnte sich noch keiner meiner Lehrer vorstellen wie wichtig das Internet nur 10 Jahre später geworden ist.

Für mich war das egal, ich hatte ja Internet. Ich wusste schon damals, das es nicht mehr weg geht und habe mir mein Wissen aus verschiedenen Quellen zusammen gesucht. Ich bin auf Bullshit reingefallen und habe gelernt, wie ich ihn erkenne. Ich habe Webseiten gebaut, in Foren geholfen und verschiedene Kommunikationstools für verschiedene Zwecke verwendet. Ich habe für StartUps, Medienhäuser und etablierte Internetfirmen gearbeitet, habe Projekte mit Nerds gemacht, habe Konferenzen und Barcamps besucht und bin ins Silicon Valley gereist um das Internet zu verstehen.

Aber auch ich muss noch viel lernen, die Frage ist nur: Wo?

Kennt ihr einen Ort oder eine Webseite bei der man Internet lernen kann? Oder geht das nur durch zusammensuchen?

Ich werde jetzt einfach mal versuchen diese Lücke zu schließen.

Los geht´s am nächsten Donnerstag im Pengland

http://gutenbergacademy.org/2012/12/04/veranstaltung-massenmedien-und-medien-massen-am-beispiel-von-occupy-wall-street-gutenberg-lab/

Generation Y (Why?)

Die Herkunft des Namens lässt sich fast mathematisch erklären. Nach der Generation X kommt die Generation Y. Aber für mich klang schon immer das Wörtchen „Why“ mit. Wir werden aber auch als die Millenials bezeichnet und sind zum größten Teil „Digital Natives„.

Was charakterisiert die Generation Y?

Fangen wir beim einfachsten an, dem Alter. Auch wenn die Definitionen hier um 5-10 Jahre auseinander gehen, wurden die meisten zwischen 1980 und 1995 geboren. Nachdem die Generation X vor allem mit Weltuntergangsängsten (kalter Krieg, Umwelt, Fernsehen) konfrontiert wurde, ist für uns der Computer und das Internet der erste Hoffnungsschimmer, das wir als Menschheit wieder eine Zukunft haben.

Auch das Aufkommen von Mobiltelefonen fand in unserer Kindheit statt, so dass wir die erste Generation in der Menschheitsgeschichte sind, die außerhalb von Krieg in einer totalen Reizüberflutung aufgewachsen sind. Für uns war nicht mehr die Herausforderung an Informationen zu kommen, sondern wir mussten lernen diese zu scannen und zu validieren oder zu verwerfen. So gelingt es mir täglich mehrere tausend Werbebotschaften zu ignorieren, was uns zu meinem eigentlichen Thema bringt:

Generation Why?

Während sich die Generation X vor allem mit dem wie (viel) beschäftigt, treibt uns die Frage nach dem Warum.

  • Warum sollte es mich interessieren?
  • Warum machen wir das so und nicht anders?
  • Warum bist du besser/mächtiger als ich?
  • Warum dauert das so lange?

Die Welt ist zu komplex geworden und wir sind als Gesellschaft, spätestens seit der Finanzkrise, an die Grenzen der Quantifizierbarkeit angekommen. Mit Zahlen kann man wunderbar lügen, während die Frage nach dem Grund immer noch viele auf dem falschen Fuß erwischt.

Wissen vermitteln

 

„Wissen ist das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt“

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916)

 

Wissen vermitteln

Mich interessiert fast alles und ich mag es mir neues Wissen anzueignen, auch wenn ich dafür Bücher ohne Bilder lesen muss. Aber noch lieber teile ich mein Wissen mit anderen. Früher war mein Ziel einfach nur mehr Leute von dem zu begeistern, was mich interessiert und gleichzeitig andere zu finden, die schon begeistert sind und von denen ich lernen kann. Deshalb kenne ich auch auf fast jedem Feld Leute, die mehr können als ich.

Heute geht es mir auch ein bisschen darum die Welt zu retten. Ich glaube, nur wenn wir unser Wissen aggressiv teilen, können wir unsere Popos vor den noch kommenden Katastrophen retten.

Ich biete schon seit 6 Jahren Workshops und Seminare zu verschiedenen Themen an und habe auch nebenbei vielen Kommilitonen im direkten Austausch Wissen vermittelt und die meisten kommen wieder.

Hier eine Übersicht meiner Workshops und Schulungen:

Neues Seminar-Angebot mit Rohbau und Sonnenschein

Zusammen mit Hardy (BWLer und Gründerberater) arbeite ich zur Zeit an einer Workshop-Reihe, die Kreativen die nötigen Wirtschaftsgrundlagen beibringen soll.

Seminare für Unternehmen

Aber auch für interne Schulungen kann ich Seminare mit einem eigenen Themenschwerpunkt entwickeln.

Meine Schwerpunkte

  • Kommunikation
  • Kommunikationstechnologie (Von Zeitungen bis Google+)
  • Motivation und Psychologie
  • Interne Kommunikation (z.B. effektiver E-Mailen oder Cloudcomputing)
  • Changemanagement
  • die Digital Natives kommen (weil ich selbst einer bin)
  • Präsentationen und Pitches (wie Steve Jobs)
  • Dezentrale Organisation (Arbeit 2.0)
  • Awesomness (Mehr als Dienst nach Vorschrift)

Meine Aktuellen Angebote finden sie hier:

http://alexboerger.de/seminare/

Ich bin seit 2 Monaten im Bullshit Streik

Seit dem 15. April 11:45 bin ich im Bullshit Streik. Bullshit Streik heißt, dass ich mich weigere an Projekten beteiligt zu sein, die ich für Bullshit halte. Also Projekte die den Kunden nicht helfen oder sogar versuchen sie zu täuschen. Für mich sind solche Strategien in einer immer transparenter werdenden Welt zum scheitern verurteilt. Bullshit Streik heißt aber nicht, dass ich keine Werbung mehr machen will. Ich Streike nur bei schlechten Produkten. Ich habe zuviel über Manipulation gelernt, arbeite mit dem Vertrauen der Menschen und das kann ich nur, wenn ich auch ihnen vertraue.

Der Auslöser für meinen Streik war dieser Clip:

Bzw. der Vortrag Digital Natives with a cause von Nishant Shah auf der re:publica10. Der Typ in dem Video ist Matt Harding und er hat beschlossen nicht mehr Computerspiele herzustellen in dem es um den Weltuntergang geht, sondern durch die Welt zu fahren und zu tanzen. Während das Video lief ist mir klar geworden: Um Zeit zu haben um etwas sinnvolles zu machen, muss ich aufhören scheiß zu machen. Und ehrlich gesagt, ich hatte ein wenig Angst. Kann ich mit Design Geld verdienen ohne jeden Bullshit mitzumachen? Kann ich einfach Jobs ablehnen, wenn ich grad eigentlich Aufträge suche? Mit dem Start-Up hatte ich den Ausstieg, wenn es mir zu dumm wird zwar schon geübt, aber meine Erlebnisse bei Bewerbungsgesprächen und im Master machten mir Angst, dass es keine Welt jenseits des Bullshits gibt. Ihr merkt ja am Datum, dass mein Streik schon seit 2 Monaten läuft, ohne dass ich es kommentiert habe. Es musste erst mal reifen. Ich hatte Angst davor, doch wieder Bullshit machen zu müssen und dann als Idiot da zu stehen. Das Problem, dass ich mir bei keinem Arbeitgeber die Projekte aussuchen kann, war auch ein Grund für den Start von Hello & Like. Die ersten Gespräche laufen echt gut und es macht mir viel mehr Spaß echte Produkte und Marken mit echten Menschen zu verbinden, statt Scheinrealitäten zu bauen.

Aber wie kommt man an gute Kunden?

Ich möchte gerne fünf Tage pro Woche Arbeiten, wobei ich erst mal versuchen werde es auf zwei bezahlte Tage einzupegeln und an drei Tagen mache ich Projekte die helfen: Also Peng, Stadt der Wissenschaft, aber auch andere Projekte die Kommunikation oder Welt verbessern nehme ich gerne an. Dabei habe ich meinen Fokus aber nicht auf Welt und werde auch nicht Ölplattformen besetzen sondern für mich fängt Hilfe regional an.

Ich habe dazu auch eine Gute-Projekte-Theorie entwickelt, die sich hoffentlich zu einen Law verfestigt:

Je mehr gute Projekte man macht, desto mehr Menschen lernt man kennen, die auch gute Projekte machen und desto mehr gute Projekte kann man machen.

Wer schließt sich an?

Und hier ist noch de Vortrag von der re:publica: Weiterlesen

Wie man Google ablösen könnte

Bei einem Party-Gespräch am Freitag kam mal wieder das Thema „good Google vs. bad Google“ und es wurde angeführt das Google so mächtig ist, dass wir nicht mehr an ihnen vorbei kommen.

Aber ist das so?

Kann man Google ablösen?

Ich denke solange Google nicht alles aus ihren Kunden raus holt und die Daten missbraucht werden sie noch einige Jahre ihre Position halten. Verspielen sie aber das Vertrauen kann es ganz schnell gehen.

Das bessere Modell wäre einfach Google kopieren, aber als NGO und OpenSource. Und hier kommt der größte Unterschied der Google wirklich in die Knie zwingen könnte. Die Nutzer entscheiden wem die Gewinne (oder der größte Teil davon) zufließen. Ob Greenpeace, einer Universität, dem regionalen Hockeyteam oder auch einem Straßenmusiker.

Denn da ist die Schwachstelle von Google, ihre Marktmacht hat keine Chance gegen die Netzwerke dieser Organisationen. Wenn die ihren Unterstützern sagen: Hey, du bekommst das selbe wie bei Google, aber du kannst und die Gewinne zufließen lassen, dann sieht Google alt aus.

Nur wenn Google diese Strategie zuerst umsetzt, haben sie vielleicht eine Chance.

Aber dieses Modell lässt sich nicht nur auf Google anwenden, jedes andere Unternehmen, dass ein Auswechselbares Produkt anbietet, könnte von dieser Strategie betroffen werden, bzw. sie anwenden.

Bücher zu dem Thema: