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Rette sich wer kann

Gestern war ich bei der Mainzer Premiere des Kurzfilms „Rette sich wer kann“ von Daniel Seideneder und beim folgenden Making Of bin ich dann auch ein wenig melancholisch geworden. Es hat schon viel Spaß gemacht Filme zu drehen. Mit einem unglaublichen Aufwand die Bilder zu bauen und neue Welten entstehen zu lassen. Und warum das alles?

Weil man es kann!

Ich hätte schon Lust mal wieder einen fetten Film zu machen, aber wer kann sich das schon leisten? Die geilen Projekte werden nie richtig bezahlt, das macht man nur aus Leidenschaft. Um Geld zu verdienen macht man am Ende wieder ne langweiligen Schwenk über das Gebäude einer Versicherung oder erstellt 3D Modelle für Einkaufspassagen. Beim Film (und vielleicht bei der Kunst allgemein) löst der Kapitalismus sein versprechen nicht ein. Denn es werden nicht die besten Filme finanziert, sondern die effektivsten.

Dabei sind immer die Filme am tollsten, die man macht, weil man es kann, weil man eine Idee hat, weil man was ausprobieren möchte, so wie dieser.