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Engelchen und Teufelchen – Double Bind

geschrieben am 23.07.11

Engelchen und Teufelchen sitzen jetzt schon seit längerem auf meiner Schulter.

Das Engelchen sagt mir, ich soll authentisch sein, nicht lügen und mich nicht verstellen und das Teufelchen erzählt mir, dass ich Geld verdienen muss, um jeden Preis,  scheiß auf die Welt, scheiß auf alle andern.

Zwischen den beiden ist mein Kopf und der ist mehr als verwirrt. Das Phänomen nennt sich Double Bind, aka „wie man es macht, ist es falsch“. Und ich merke wie daraus ein innerlicher Kampf entsteht. Aber kein Wunder, von vielen Diktaturen und Geheimdiensten werden solche Dilemma gezielt zur Gehirnwäsche eingesetzt.

Diese Form der Kommunikation ist heute keine Besonderheit mehr, viele mit denen ich darüber gesprochen habe, spielen ein doppeltes Spiel: Sie sind mal Geschäftsperson und mal Privatperson und verhalten sich je nach Umfeld unterschiedlich. Authentisch? Nein! Erfolgreich? Ja! Wirklich?

Mittlerweile entstehen über 14 Prozent aller Krankheitstage auf Grund von Burnouts oder Depressionen.

Das Engelchen sagt: „Was mache ich nur hier?“

Und das Teufelchen sagt: „Shut Up and do your Job!“

Kommt euch das bekannt vor? Wie geht ihr damit um oder habt ihr eine Aufgabe gefunden, die zu euch passt?

 

Hilfsbereitschaft und Geldverdienen: Die netten Jahre sind vorbei oder doch nicht?

Ich baue mir zur Zeit ein Manifest für mein Kommunikationsagententum und habe dafür erst mal mit einer Begriffswolke aus Adjektiven, die mich und meine Arbeitsweise beschreiben, begonnen.

Ein Begriff ist „hilfsbereit“ und ich Frage mich, wie ich den am besten mit „Geld verdienen“ unter einen Hut bringen kann.

Verlange ich für alles Geld, bin ich nicht hilfbereit, verzichte ich auf Geld, verdiene ich nichts. Ich muss also irgendwo eine Grenze ziehen, aber wovon mache ich die abhängig?

  • Die ersten X Minuten sind kostenlos
  • Wer es sich nicht leisten kann, muss nichts bezahlen

Beides funktioniert nicht wirklich, denn was nichts kostet ist auch nichts. Also kommt erst mal Variante drei zum Tragen:

Helfe ich dir, hilfst du mir

Ich weiß nicht ob man das dann noch als Hilfbereit bezeichnen kann und das zählt jetzt auch nicht bei jeder Kleinigkeit oder wenn Freunde Hilfe beim Umzug brauchen, aber sobald ich in meinem Kerngeschäft einen Mehrwert erziele, ist der Mindestpreis ein Gutschein für die eigene Dienstleistung. Wer kein Geld hat, hat meistens Zeit.

Statt einem helfe ich allen

Eine weitere Variante ist aber auch, dass ich einfach vielen helfe. Das heißt, dass ich die Fragen nicht konkret für den Einzelfall beantworte, sondern Lösungsansätze für viele ähnliche Probleme gebe, zum Beispiel durch ein Online Tutorial oder so.

Liebe Leser, wie gehen Sie damit um?