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Sprechen Sie Geld? – Wirtschaftsanalphabetismus

Es gibt keine Sprache, die so universell anwendbar ist wie Geld. Dinge die über Worte lange Zeit dauern würden, wie eine Unterkunft in einer fremden Stadt zu finden, lassen sich mit Geld sehr leicht regeln.

Aber das ist nur der Anfang. Geld ist viel mehr als Zahlen und wer gut Geld sprechen will, der muss sich zumindest ein wenig mit Psychologie und Ökonomie beschäftigt haben. Man muss verstehen, was Menschen antreibt und wie man damit effektiv umgeht.

Geld hat viele Dialekte

Je nachdem aus welcher Region man kommt und welcher Denkschule man anhängt, wird Geld unterschiedlich benutzt, trotzdem lassen sich überall Gemeinsamkeiten feststellen wenn Geld fließt.

Auf dem offiziellen Bildungsweg habe ich im Master Studium zum ersten Mal von Opportunitätskosten gehört. Geld ist einfach viel mehr als Mathe. Die meisten Menschen bleiben ihr Leben lang Wirtschaftsanalphabeten und wissen es nicht mal.

Ich will jetzt nicht Geld-Sprech glorifizieren und bin davon überzeugt, dass Freunde wichtiger als Geld sind. Wem Geld egal ist, der hat eh schon eine andere Stufe erreicht, aber für alle, die auf „die da oben“ schimpfen wäre ein kleiner Sprachkurs sicher nicht verkehrt.

Geld ≠ Macht

Aber wer gut Geld spricht, der kann mächtig werden, doch das kann man mit anderen Sprachen auch (aber dort ist es meist schwieriger zu erlernen).

How to Talk to Anyone – Buchtipp

Mir ist bei einer Freundin wieder ein Buch in die Hände gefallen, das ich ganz interessant finde:
How to Talk to Anyone von Leil Lowndes

Das Buch ist sehr praktisch geschrieben und mit Anekdoten und Studien angereichert. Es lohnt sich auf jeden Fall das Buch mal zu lesen, auch wenn es doch recht amerikanisch ist. Nach dem Lesen weiß man auf jeden Fall, wie man ein Gespräch ins Rollen bringt und wie man seine Ziele erreicht. Dabei geht die Autorin nie den direkten Weg. Ein Beispiel:
In Kapitel 86 „empty their tanks“ geht es darum, dass man erst eine Botschaft übermitteln kann, wenn man seinem Gegenüber die Gelegenheit gibt sich auszusprechen. Erst wenn der Kopf frei ist, kann wieder etwas neues hinein.

Auf eine Frage wurde aber überhaupt nicht eingegangen: Will ich das überhaupt? Will ich wie ein Politiker durchs Leben gleiten oder versuche ich nicht alles zu kontrollieren und lasse dem Zufall seinen Raum?

Ich werde auf jeden Fall meine Gespräche bewusster wahrnehmen und bestimmt auch ein wenig interessanter gestalten können. Ich habe das Buch viel zu schnell gelesen und sollte es vielleicht nochmal Schritt für Schritt durchgehen (ein Kapitel pro Tag lesen und dann versuchen den Tipp auszuprobieren) Dann bleibt bestimmt auch mehr hängen.