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Was ich 2010 gelernt habe

Mal wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu und nachdem ich es zum dritten Mal geschafft habe, etwas zu lernen kann man fast schon von einer Tradition reden. (Was ich 2008 und 2009 gelernt habe)

Dieses Jahr war im Vergleich zu den Jahren davor besonders lehrreich. Viele alte Lehren haben sich bestätigt oder sind differenzierter geworden. Und der Abstand zum Studium hat mir mehr Freiräume zum Lernen ermöglicht. Ich bin zwar auch oft gescheitert und musste meinen Kurs anpassen, aber dies oft, weil ich meine eigenen Erfahrungen ignoriert habe. 2010 brauchte ich um mich in der Welt nach dem Studium zurecht zu finden, aber mittlerweile weiß ich wo meine Stärken liegen und werde sie 2011 besser ausspielen. Hoffe ich zumindest.

Was ich 2010 gelernt habe

  1. Ich bin glücklich wenn ich selbständig Entscheidungen treffen kann.
  2. Man verdient soviel wie sein Umfeld
  3. Deine Sprachen bestimmen dein Denken
  4. Nur wenn ich andere von Ideen begeistere, kann ich sie verwirklichen
  5. Ein Studienabbruch ist ein Qualifikationsnachweis
  6. Ich bin fertig mit der Hochschule, aber nicht mit dem lernen
  7. Ich mag Bücher
  8. Mainz hat unglaubliches Potentiale (Mainz vs. Berlin)
  9. Mitmachen lohnt sich
  10. Ich will nicht mehr Lügen – (bei Manipulationen weiß ich noch nicht so recht)
  11. Demos können auch Alternativen zeigen
  12. Man kann Menschen verbinden, aber nicht kontrollieren, was dabei entsteht
  13. Wer Wege finden will, findet Wege. Wer keine finden will, findet Gründe.
  14. Massenproduktion ist vorbei
  15. Kennzahlen führen zu Manipulationen
  16. Start with Why
  17. Je mehr gute Projekte man macht, desto mehr Menschen lernt man kennen, die auch gute Projekte machen und desto mehr gute Projekte kann man machen
  18. Ich bin dafür
  19. Niemand muss dich einstellen, damit du etwas zu sein kannst
  20. Ich habe keine Angst

Ich hatte mir zwar vorgenommen zu allen Weisheiten etwas zu schreiben, aber das muss wohl im nächsten Jahr passieren.

Ich wünsche euch einen Guten Rutsch und viel Erfolg 2011

Was habt ihr 2010 gelernt und was werdet ihr im nächsten Jahr anders machen?

Was ich 2009 gelernt habe

Auch dieses Jahr habe ich einiges gelernt. Aber erst schaue ich mir nochmal meine alten Weisheiten an und muss nur eine kleine Änderung vornehmen:

5. Geld ist vereinfachte Kommunikation

5. Geld ist vereinfachte Kommunikation

Und jetzt zu 2009:

  1. Bevor man was kann muss man 10.000 Stunden üben
  2. Aufgeben kann befreien
  3. 200% sind zuviel für mich
  4. Mit Rachegelüsten stehe ich mir im Weg
  5. Fernsehen ist vorbei
  6. Jeder macht immer das für ihn Beste aus seinen Möglichkeiten
  7. Soziale Unternehmen werden den Markt erobern
  8. Es ist nicht wichtig der Erste zu sein
  9. Präsentation ist alles
  10. Bücher sind Souveniers
  11. Designer und BWLer reden aneinander vorbei
  12. Bolonga-Bulimie-Bildung killt Kreativität

Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Weisheiten aus 2009 als Kommentar oder in eurem Blog teilen würdet.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein frohes und lehrreiches Jahr 2010

PS: Was ich 2008 gelernt habe

Sagmeister kommt nach Mainz

Yeah, am Freitag startet das translations3 Symposium und der Herr Sagmeister kommt auch.

sagmeister

Wie die meisten Medien-Designer kannte ich Sagmeister erst mal nicht. Aber weil so viele Designer immer wieder von ihm sprachen gab ich ihm mal ne Chance. Ich schaute mir „Things I have learned in my life so far“ an und wurde auch Sagmeister-Fan. Mich faszinierte dabei nicht so sehr das Design. Es ist der darin transportierte Blick auf die Welt. Es sind die Erfahrungen, die er zu Memen aufbereitet hat. Designer der denkt. Das gibts leider viel zu selten. Und hier meine Favoriten.

Helping other people helps me.

Weil ich im Fachschafts- und Fachbereichsrat war, wusste ist recht gut wie die Hochschule funktioniert und wurde deshalb auch regelmäßig angerufen und nach Infos gefragt. Ich gebe zu, anfangs war ich immer ein wenig genervt, aber als ich dann genauer darüber nachgedacht habe fand ich’s dann doch schmeichelnd. Ich konnte Probleme schneller lösen, als die FH-Verwaltung. Oft wusste ich selber nicht die Antwort, aber fast immer hatte ich einen Tipp wo man die Antwort finden kann. Und die Fragen wiederholten sich, ich konnte also immer öfter die Probleme an den Erstfrager weiterleiten. Da sich fast alle Fragen wiederholten und wiederholten starteten Jan, Anna, Sonja und ich den blog.desainz.de. Die Seite ermöglichte es das Fragen und Antworten auch ohne unsere Hilfe zusammen fanden. Hilft zur Selbsthilfe ist eh am besten. Und wie hilft das mir? Man erfährt automatisch Informationen als erster.

In meiner Diplomarbeit habe ich diese Erkenntnis unter dem Begriff „soziales Kapital“ behandelt, andere nennen es „eine Hand wäscht die andere“

Complaining is silly. Either act or forget.

Das ist eine Erkenntnis, die ich erst durch Sagmeister begriffen habe, die mir seither aber schon oft geholfen hat: Sich über etwas aufzuregen kostet Zeit, Kraft und die Nerven der Mitmenschen, die es sich anhören müssen. Durch Sagmeister stelle ich mir in einer solchen Situation die Frage: Was kann ich daran ändern? Ist die Antwort: „nix“, dann bringt beschweren auch nix.

everybody always thinks they are right

Um mir das, teilweise negative, Verhalten meiner Mitmenschen zu erklären, entwickelte ich das Mem: „Jeder versucht nur klar zu kommen“ aber „jeder glaubt immer recht zu haben“ ist auf jeden Fall einen Tick besser. In meinem Mem bin ich noch davon ausgegangen, dass ich die „richtige“ Antwort habe, aber ich bin genauso nen Streber und nen Depp wie jeder andere auch.

More: jeder macht immer das für ihn Beste aus seinen Möglichkeiten und was ich 2008 gelernt habe

Stefan Sagmeister: The power of time off