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Die wichtigsten Produktivitätsfeatures an meinem Mac

Feature Nr. 1:

keine guten Spiele

Doch diesen Vorteil habe ich durch meinen iPod Touch wieder eingebüßt. Ich zocke immer noch gerne, aber irgendwie reizen mich die Spiele immer weniger. Es gibt kaum noch neue Ideen und ich merke immer mehr, wie diese Spiele versuchen eine Sucht zu erzeugen. Bei erfolgreichen Spielen geht es immer darum einen Loop aus kleinen Belohnungen zu schaffen um die Nutzer am Ball zu halten. Mich verlieren sie dadurch.

 

Feature Nr. 2 ist der Satz:

„ich hab nen Mac“

Mit dem ich jetzt anworten kann, wenn jemand mit einem PC Problem kommt. Das hat mich früher nämlich extrem viel Zeit gekostet.

gegen die Programmierer spielen

Mustererkennung

In meiner Kindheit und Jugend habe ich sehr viel am Computer und an Konsolen gespielt und wie zu erwarten war, hat mich das nachhaltig beeinflusst. Aber nicht auf die Weise, wie die ganzen Angstmeldungen sie verbreiten. Wenn man mich vor eine Software setzt, die ich nicht kenne, weiß ich meist sofort, was ich machen muss. Ich habe schon mit hunderten verschiedenen User-Interfaces gearbeitet und damit meine Fähigkeit zur Mustererkennung verbessert. Das ist mir aber erst während dem Studium so richtig bewusst geworden, als ich bemerkt habe, dass ich Software in wenigen Stunden oder Tagen verstehen und nutzen kann.

besser als Schule?

Natürlich konnte ich auf Grund meines Hobbys nicht sehr gut in der Schule sein, aber mir war eine zwei oder drei, ohne etwas zu tun, viel lieber als Zeit für bessere Noten zu investieren. Zehn Jahre danach würde ich es wieder tun. Ich glaube meine Fähigkeit Muster zu erkennen ist mir viel mehr wert als irgendwelches totes Wissen zu haben. Ich bin sogar froh, dass mein Gehirn durch die Stimulation durch Computerspiele nicht so geschädigt wurde und durch die Schule nicht auf „Faktenwissen behalten“ degradiert wurde.

Man spielt nicht gegen Computer sondern gegen Menschen

Ich glaube es ist mir bei Command & Conquer Alarmstufe Rot zum ersten Mal bewusst geworden. Bis dahin habe ich immer gegen den Computergegner gespielt. Aber plötzlich ist mir klar geworden, dass dieser gar nicht existiert, sondern dass ich im Grunde gegen Programmierer spiele, die zeit- und ereignisgesteuerte Anweisungen erstellt haben. Egal wie gut die KI ist, es basiert alles auf wenn-dann-Befehlen. Von dem Zeitpunkt war mir auch das Verlieren egal. Es war mein Ziel anhand des Gegnerverhaltens seine Grundlegende Programmierung zu verstehen und vielleicht auch noch schlecht ausbalancierte Einheiten zu finden. Sobald ich das hatte, war jedes Strategie Spiel ganz einfach, zumindest gegen KI. Wenn ich dann gegen Menschen gespielt habe, ließen sich zwar noch die Balancingprobleme ausnutzen, aber es war natürlich um einiges schwieriger die Taktik voraus zu sagen. Trotzdem hat man nach ein paar Partien ein Gefühl dafür, wie der Gegner spielt und hat selber versucht mit verschiedenen Taktiken zu überraschen.

Mustererkennung im echten Leben

Das Leben ist ein Spiel ohne Ziel. Erst im Laufe des letzten Jahres ist mir klar geworden, dass ich mit dieser Grundstrategie auch an mein Leben gehe. Erst versuche ich zu verstehen welche Muster es im Verhalten von Menschen gibt und im zweiten Schritt versuche ich dann meine Strategie darauf auszurichten. Zu meinem Glück mache ich das nicht die ganze Zeit. Ich will weder so berechnend sein, noch hätte ich die Energie um das die ganze Zeit durchzuhalten. Damit ich die Zeit habe mir manche Muster zu erarbeiten, muss ich viele andere Muster ignorieren. Wenn ich auf alle Muster gleichzeitig achte, dann bin ich einfach nur überfordert. Außerdem muss ich mir immer bewusst sein, dass jedes Muster nur ein Effekt hat und keine Absolution bedeutet. Das heißt: Wenn ich ein Muster erkannt habe, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person so handelt zwar höher als purer Zufall, aber nicht absolut sicher. Um etwas von dem Muster zu haben, muss man es breiter anwenden können und wie ich das anstelle muss ich auch noch lernen.

 

Was ist ein Unique Visitor wert? Und für wen blogge ich eigentlich?

In den letzten Tagen war richtig viel los auf meiner Seite. Grund dafür sind ein paar Tipps, die ich zu Die Sims Freispiel auf dem Ipad niedergeschrieben habe. Aus meinen durchschnittlich 30 Besuchern am Tag wurden plötzlich 300. Da hatte ich wohl einen Nerv getroffen und das mit einem Beitrag, den ich als Offtopic bezeichnen würde.

Ich finde es schon krass, dass ich mit einen simplen Beitrag über ein Spiel meine Besucherzahlen fast verzehnfachen konnte. Das ermöglicht mir natürlich Experimente. Kann ich die Besucher auf irgendwie binden? Kann ich daraus mit Amazon Links irgendwie Kapital schlagen? Soll ich das öfter machen?

Dann habe ich mir die Youtube Statistiken angeschaut

und gemerkt, dass die meisten Besucher kleine Mädchen sind.

Ich werde da gar nichts weiter raus machen. Auch wenn ich mit den iPad Spiele Tipps meine Besucherzahl vertausendfachen könnte, bleibt die Frage wozu? Dann habe ich doch lieber nur 50 Views bei einer Buchvorstellung, aber dafür sind das Inhalte, die mir selber Spaß gemacht haben.

Grad lese ich wieder ein spannendes Buch Here Comes Everybody von Clay Shirky in dem es um Organisation ohne Organisationen geht und das hat mich nochmal auf den Kern meines Blogs gebracht. Ich schreibe nicht für die Massen, sondern damit diejenigen mich finden, die es interessiert. Es geht mir auch darum, dass ich von euch im Firstlife auf Sachen angesprochen werde, die ich hier so von mir gebe und die ich so in Echt nicht ansprechen würde.