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Neusprech für Anfänger

Durch den Alternativlosen Podcast von Frank und Fefe habe ich die Seite Neusprech.org gefunden auf der man viele perverse Begriffe aus der Sprache der Politiker entdecken und lernen kann. So zum Beispiel den

Nestbeschmutzer

Komischer Vogel, der meistens seinen Arbeitsplatz und sein öffentliches Ansehen, manchmal aber auch seine Freiheit oder gar sein Leben riskiert, um auf ein drängendes Problem hinzuweisen. Und so mithilft, das Nest sauberer zu machen. Hierzulande muss er sich, dafür dass er der Gesellschaft einen Dienst erweist, als N. schelten lassen. Was eine Frechheit ist, hat doch nicht er das Nest beschmutzt, sondern oft genug die, die ihn so nennen.

Im Englischen übrigens heißen N. durchaus respektvoll Whistleblower und sind damit also jene, die in eine Trillerpfeife pusten, um Alarm zu schlagen. So wie die hier beispielsweise.

Irgendwie mag ich es, wenn Martin Haase und Kai Biermann kritisch mit Sprache umgehen und sie die subtilen Manipulationen demaskieren. Lest mal rein, dann fällt es euch leichter zu verstehen, was die professionellen Redenschreiber euch auftischen.

Finanzindustrie

Suggeriert, dass diese Branche etwas Handfestes produziert und damit einen Mehrwert schafft, obwohl dem natürlich nicht so ist…

Lieber Freiheit als Demokratie

Eigentlich ist Demokratie etwas extrem perverses. Die Mehrheit nimmt sich das Recht heraus, über Minderheiten zu bestimmen. Sie darf entscheiden was erlaubt ist und was nicht. Welche Ideen man denken und umsetzen darf und wer gefördert wird. Und sie darf uns mit Arbeit zuschütten und sogar Gewalt anwenden um uns dazu zu zwingen.

Und welche Chance habe ich, mich dagegen zu wehren? Ich kann eine Partei gründen. Aber unter welchen Bedingungen, darüber entscheidet wieder die Mehrheit.

Durch den Myers Briggs Type Indicator habe ich herausgefunden, dass ich zu einer 1-3% großen Bevölkerungsgruppe gehöre. Selbst wenn ich also jeden INFJ in Deutschland erreichen und überzeugen könnte, würden wir keinerlei Mitspracherecht bekommen.

Ich bin Idealist und ich will keine Macht haben, ich will niemanden vorschreiben, was er tun darf, solange er das auch niemanden vorschreibt.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“,
wenn er in der Lage ist seine Rechte durchzusetzen.

Auf so eine Demokratie kann ich verzichten.

Statt über Budgets könnten wir mal über Inhalte diskutieren

Budgets sorgen nur dafür, dass sie ausgegeben werden, viel besser wäre es über Projekte zu sprechen.

Was haltet ihr davon?

Peng und die Politik

Ganz am Anfang hieß es:

Peng ist unpolitisch

aber uns ist nach einiger Zeit aufgefallen, dass das ziemlicher Schwachsinn ist, denn wir sind schon allein deshalb politisch, weil wir ohne staatliche Förderungen einen öffentlichen Raum zur Verfügung stellen und vielen Menschen eine Plattform bieten. Wir haben die Aussage also angepasst:

Peng ist nicht Partei-politisch

Aber mittlerweile weicht auch das auf. 2009 hatten wir Besuch von den Grünen, 2010 haben die Piraten Vorträge bei uns gemacht und wir haben ein Pressekonferenz veranstaltet und dazu auch Parteivertreter eingeladen. 2011 kam die SPD zu Besuch, heute ist der Netzpolitische Abend mit den Grünen und zusammen mit den Piraten arbeiten wir gerade an mehr Kommunikation für Ägypten.

Peng ist mittlerweile mittendrin, zwischen den Parteien, aber wie konnte es dazu kommen?

Peng ist die Gesellschaft zur Förderung von Design, Kunst und Kommunikation e.V. und wir unterstützen alles, was dem Vereinszweck dient. Wie bei jeder Veranstaltung, darf jeder kostenlos teilnehmen. Aber bei Parteien behalten wir uns das Recht vor, die Veranstaltung zu dokumentieren, um so Transparenz zu schaffen. Keine Ahnung ob das gut oder schlecht ist. Falls wir damit einen Fehler machen, werden wir versuchen den nicht zu wiederholen, aber Kommunikation kann man nicht fördern, wenn man sich zu dogmatisch verhält.

Ich persönlich halte Partei-Politik für ein Relikt aus einer Zeit, als Postkutschen der schnellste Kommunikationskanal waren. Damals war es nicht möglich jeden Bürger zu fragen und man musste deshalb Vertreter wählen. Heute wäre es technisch möglich, eine direkte Bürgerbeteiligung zu realisieren, aber die etablierten haben wie immer Angst vor dem Machtverlust. Und wie immer in der Geschichte wird es ihnen nicht gelingen eine weitere Dezentralisierung der Entscheidungsprozesse zu verhindern.

Peng Podcast zur Pressekonferenz

Hier also der Podcast von der Peng Pressekonferenz, bei der ich (nachdem vieles schon gesagt wurde) nur einen Teil meiner Stellungnahme vorgetragen habe:

Anlässlich des aktuellen Raumproblems und des generellen Bedarfs an kultureller Infrastruktur in der Mainzer Innenstadt, luden wir am 05.08.2010 zu einer Pressekonferenz und Podiumsdiskussion und ein. Hier mal Impressionen und Stimmen.

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via pengland