Mein Podcast Experiment: die Hebelzeit

Kurzversion: Ich habe einen Podcast, jetzt abonnieren
iTunes: https://itun.es/de/yR9Ydb.c
Für alle anderen: http://hebelzeit.de/abo

Langversion:
Video ist schon mächtig, aber es verlangt leider auch die volle Aufmerksamkeit. Das ist bei Podcasts anders und deshalb habe ich mich selber erwischt, dass ich deutlich mehr Podcast höre als ich zum Beispiel YouTube schaue. Beim Radfahrern, wenn ich warte, in der Bahn, beim einkaufen oder beim Wäsche zusammenlegen. Ein reiner Audiofeed passt in solchen Moment noch super rein, ein Video leider nicht.

Ich denke jetzt könnt ihr euch gut vorstellen, warum ich mit Podcast schon länger liebäugel und jetzt habe ich mich endlich in Bewegung gesetzt und gestartet.

Mein Thema sind Hebel

Das ist so die Mischung aus meinen zwei Lieblingsthemen. Zum einen StartUp, denn da geht es ja auch immer darum etwas skalierbares zu machen, also seinen Einsatz zu hebeln und Video, bei dem ich ja auch immer predige, dass man sich dadurch selber kopieren kann, was ja auch ein Hebel ist.

Für mich heißt Hebeln mit wenig Einsatz viel zu erreichen.

Die 4 Hebel

Medien
Das Prinzip kenn ihr ja bereits, einmal Filmen immer wieder abspielen. Wenn man weiß was man zu erzählen hat, ist das ein wirklich mächtiger Hebel

Menschen
Egal ob man hier jetzt von Mitarbeitern oder Mitstreitern spricht, die größte Hebel waren lange Zeit Menschen und werden es noch lange sein

Maschinen
Ein ganz simples Beispiel ist hier mein Rad. Ich komme hier mit dem selben Krafteinsatz einfach viel weiter als zu Fuß. Aber auch Roboter und Software sind wichtige Hebel für unsere Produktivität.

Methoden
Der Podcast hat sich schon am ersten Tag gelohnt, denn eigentlich hatte ich nur 3 Hebel gefunden, bis ich in einem Kommentar auf diesen Hebel verwiesenen wurde. Interessanter Weise habe ich sogar schon Folgen über diesen Hebel produziert, es aber nicht so benannt.

Mein Ziel: ich will die Hebel besser verstehen und immer wieder neue entdecken, damit ich meine Zeit immer besser einsetzen kann.

Format: es wird eine Mischung aus ich erzähle und ich Frage schlaue Leute aus.

Warum HebelZeit:
Ich wollte erst einen Titel mit Skalierbarkeit, aber alles kurze war schon weg. Das Wort „Leverage“ was die Amis sehr gerne verwenden, kennt in Deutschland wiederum keiner und dann habe ich mal geschaut welche schönen einheimischen Wörter wir haben und bin beim Hebel gelandet. Und davon war es nur noch ein kleiner Schritt zur HebelZeit. Und daran gefiel mir sofort das es sich wie klassische Radio Sendungen anhört …Zeit und dass es zugleich als Aufruf funktioniert „hebel deine Zeit“

Das Experiment: Ich werde jetzt nicht auf alle Ewigkeit Podasts produzieren, ausser es bringt mir was, aber die ersten 15 Folgen sind schon im Kasten und ich habe auch schon die nächsten 20 Themen und Interviews skizziert.

Wo finde ich den Podcast?

iTunes: https://itun.es/de/yR9Ydb.c
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PS: es würde mir extrem helfen, wenn ihr mir eine Bewertung auf iTunes schreibt.

Erste Eindrücke aus der Republik Moldau

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500 mal 150% – Unternehmer mit Feuer

Vor etwas mehr als einem halben Jahr habe ich eine wichtige Entscheidung getroffen.

Ich ignoriere alle Nachrichten.

Warum? Weil es mir einfach meine Energie absaugt ohne dass es mir etwas bringt und ich bin total überrascht, wie viel ich seitdem hinbekomme. Ich bin viel produktiver. Statt mich von Nachrichten runter ziehen zu lassen höre ich jetzt lieber Podcasts und bin dadurch voller Energie. Ein besonders toller Begleiter war für mich:

Entrepreneurs on fire

Bei diesem Podcast wird täglich ein Unternehmer nach seinen Herausforderungen und Erfahrungen gefragt. Immer die selben Fragen und nur selten die selben Antworten. Wobei man mit der Zeit einige Muster feststellt: Der Erfolg kommt wenn man etwas sinnvolles findet und es über einen längeren Zeitraum durchzieht.

EOFire

http://www.entrepreneuronfire.com/podcasts/

Ich habe bei diesem Podcast in der letzten Woche die Folge 500 überschritten. Das heißt, ich habe mir die Erfahrung von über 500 Unternehmern und Unternehmerinnen reingefahren. Soviel kann man in keinem Studium lernen. Probiert es mal aus.

Kleiner Tipp für euch:

Hört euch mal Podcasts mit 150% Geschwindigkeit an.

Ich kann mich dabei besser konzentrieren und drifte nicht so schnell ab. Wenn euch 150% zu schnell sind, dann versucht es erst mal 30 Sekunden mit 200% danach sind 150% gar nicht mehr so schnell.

Also viel Spaß beim hören.

Liebe Babyboomer! Lasst uns Probleme lösen, statt in die Röhre zu schauen.

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Ich ertrage es nicht mehr.

Jedes mal wenn ich Nachrichten schaue, werde ich wütend und depressiv zugleich. Es kommen immer wieder die selben Themen auf. Alles ist schlecht, aber statt nach den wahren Ursachen für die Missstände und darauf aufbauend nach Lösungen für diese Probleme zu suchen, endet jede Story mit der nächsten Sau, die durchs Dorf getrieben wird. Dabei ist es den Medien egal ob es diesmal eine private Tragödie, ein systematischer Fehler oder eine nationale Katastrophe ist. Oh, da ist eine Katze explodiert, wir müssen weiter!

Echte Probleme, die sich nur langsam und unspektakulär entfalten, werden hingegen einfach ignoriert. Die sind nicht NEWS genug und nicht einfach zu verstehen.

Was meine ich mit echten Problemen?

1. Der Verbrauch von Rohstoffen

Ob es jetzt den Klimawandel gibt oder nicht ist mir ziemlich egal. Denn das ungebremste verschwenden von nicht nachwachsenden Rohstoffen beraubt meiner und zukünftigen Generationen wichtige Chancen.

2. Unser Bildungssystem

Wir bilden Kinder noch immer als Arbeiter für Fabriken aus. Die Industrialisierung ist zwar vorbei, aber unser Bildungssystem wird immer weiter für diesen Zweck optimiert. Statt den Schülern bei zu bringen mit neuen Fragestellungen umzugehen, läuft es immer mehr darauf hinaus genug Fähigkeiten zu erlangen um einen Job machen zu können. Was ist mit Unternehmertum? Warum bilden wir Schüler und Studenten nicht dazu aus Probleme zu erkennen und dann eigenständig Lösungen zu entwickeln?

3. Die Babyboomer gehen bald in Rente

Wenn wir so weiter machen wie bisher, dann wird das hier eine echte Katastrophe, aber zum Glück nicht für mich. Diesmal werden es die Leute ausbaden, die selber dafür verantwortlich sind, denn eine Frage ist bei der Rente und auch bei der Krankenkasse noch offen: Woher kommt das Geld, das ausgezahlt werden muss? Von den eingezahlten Beträgen kann es nicht kommen, die sind schon lange ausgegeben. Es gibt also keine Rücklagen und wenn bald die größte Generation in Rente geht, dann wird es knapp. Denn die Babyboomer wurden, dank dem „Pillenknick“ von einer viel kleineren Generation gefolgt. Es gehen also viel mehr Menschen in Rente als neu in den Arbeitsmarkt kommen. Rentenkürzungen sind aber nicht drin, das werden die Wähler schon verhindern. Es wird der Regierung also nichts anderes übrig bleiben, als noch mehr Geld zu drucken, was mittelfristig zu einer starken Inflation führen wird. 3000€ Rente reichen dann gerade noch für die Miete. Und auch bei der Krankenkasse werden die Ersparnisse sehr schnell aufgebraucht sein. Neben der Inflation kommt dann also noch eine zweite „Lösung“ für das Problem in Frage: Alte Menschen früher sterben lassen. Ja, auch wenn es hart klingt, ich vermute, dass die Lebenserwartung in den nächsten Jahrzehnten sinken wird.

Meine Generation wird die Inflation zumindest zum Teil durch Gehaltserhöhungen und steigende Stundensätze ausgleichen können.

Die Ursache: Das scheitern der Nationalstaaten-Demokratie

Diese drei Probleme sind aber nur die Folge eines größeren Problems. Obwohl wir inzwischen herausgefunden haben, dass wir Weltweit alle auf dem selben Planeten sitzen, versuchen wir das immer noch mit einem Konzept von vor 200 Jahren zu lösen. Wir haben Staaten, die durch zufällige geschichtliche Ereignisse sowohl eine Gemeinschaft als auch eine Trennung über unsere Art stülpen. Das war halt so und wird jetzt durch die Schule weiter stabilisiert. Die meisten können sich nach 13 Jahren Ausbildung keine andere Welt mehr vorstellen und das Demokratische System lässt es nicht zu, sich selber abzuschaffen. Es gibt keinen Nothalt-Schalter. Clay Shirky hat das sehr gut auf den Punkt gebracht:

Jede Institution wird versuchen das Problem zu erhalten, zu dessen Beseitigung Sie gegründet wurde.

Wenn ich überflüssig bin, wer bezahlt dann meine Miete?

Diese Frage bringt mich jetzt aber auch schon zu meinem Lösungsvorschlag. Betrachten wir das einfach mal logisch. Wenn es Volkswirtschaftlich möglich ist, genug zu erwirtschaften indem man ein Problem erhält, dann müsste die gesamte Produktivität doch mindestens um den selben Betrag steigen, wenn man das Problem löst. In Wirklichkeit würde die Gesamtleistung sogar noch weiter steigen, weil man mit jedem erhaltenen Problem an vielen anderen Stellen Kosten verursacht. Ein unnötiger Job der verloren geht ist zwar ein individueller Verlust, aber ein kollektiver Gewinn. Oder umgekehrt: Jeder, der einen nutzlosen Job verrichtet lebt auf die Kosten von anderen. Die wahren „Sozial-Schmarotzer“ liegen also nicht faul herum, sondern gehen arbeiten. Kann mich da mal jemand widerlegen?

Daraus ergibt sich für mich folgende Frage:

Wie können wir diejenigen, die ihren eigenen Job abschaffen, an den kollektiven Gewinnen beteiligen?

Die erste Antwort wäre da ein Amt für die Ermittlung und Verteilung von Kollektivgewinnen. Aber da ist es ja schon wieder unser Problem… ich habe noch keine Lösung gefunden. Vielleicht ist Grundeinkommen ein guter Ansatz oder Resourcenanteile (Jeder Mensch hat ein Anrecht auf 1/7.000.000.000 der globalen Erdölförderung), die jeder verkaufen oder kaufen kann… ok, das ist auch noch keine richtige Lösung.

Was aber mit Sicherheit hilft, wäre unternehmerisches denken in der Schule. Und damit meine ich nicht, dass jeder lernt, welche Unternehmensformen es gibt, sondern lernt, wie man die nötigen Ressourcen zusammen bekommt um ein gemeinsames Problem zu lösen. Und wenn man das einmal geschafft hat, dann kann man es mit der Erfahrung immer wieder tun.

Schreib mir bitte einen Kommentar, wenn du eine Idee hast, wie wir Unternehmerisches Denken in die Schule bekommen können oder „ich bin dabei“ wenn du zwar auch noch keinen Plan hast aber Bock was zu ändern.

PS: Liebe Babyboomer. Ihr müsst keine Angst haben, denn unsere Produktivität ist schon lange ausreichend um euch alle sicher ins Alter zu bringen, die Frage ist nur:

Schaffen wir es rechtzeitig diesen Wohlstand nicht mehr zu verschwenden?

Tolle Podcasts & MVP Experimente

Ich liebe Podcasts. In letzter Zeit konsumiere ich jeden Tag mehrere Stunden davon und mir geht so langsam der Stoff aus.

Warum?

Dank Podcasts kann ich etwas dazu lernen, wenn ich auf dem Rad sitze, Einkaufe oder einfach nur meinen zweiten Kaffee am Morgen trinke. So wie andere Radio oder Musik hören, höre ich mir halt Leuten zu, die über Themen reden, die mich interessieren.
Deshalb wollte ich euch mal meine Lieblings Podcasts vorstellen und nach ein paar Hörtipps fragen. Außerdem habe ich zwei Ideen für Podcasts, die ich in nächster Zeit mal ausprobieren möchte. Dazu später mehr.

Erst mal zu den Podcasts, die ich toll finde.

The Rise to the Top

Ein Podcast mit und über mediaentrepreneurship. Darin geht es darum, wie man von der Medienproduktion leben kann. Der Podcast ist aus den USA und ich bekomme extrem viele Ideen, die man auch in Deutschland umsetzten könnte.

http://www.therisetothetop.com/

Entrepreneurs on Fire

Das Format ist einfach. Der Moderator spricht 20-30 Minuten mit einem Unternehmer. Und das jeden Tag. Daran gefällt mir vor allem die positive Haltung zum Thema Herausforderungen.
http://www.entrepreneuronfire.com/

Soziopod

Dieser Podcast hat vollkommen zu recht den Grimmepreis gewonnen, weil sie komplizierte gesellschaftliche Themen aus Kulturwissenschaftlicher Perspektive beschreiben ohne, das es langweilig ist.
http://soziopod.de

Die Welt fragt, Dueck antwortet

Gunter Dueck ist einfach genial, denn es gelingt ihm gesellschaftliche Probleme mit einer brutalen Offenheit zu beschreiben ohne dabei verbittert zu sein. Der Antihater.
http://www.dueckantwortet.de/

Hier noch eine Liste mit weiteren Podcasts, die mir gut gefallen:

Podcasts auf deutsch:

Podcasts auf englisch:

Und jetzt zu meinen Podcast-Experimenten

Ich finde Podcast vor allem deshalb spannend, weil man dabei mit dem kleinst möglichen Einsatz den maximalen Output liefern kann. Wenn ich eine Mini Doku erstelle und dabei sehr schnell vorgehe, dann brauche ich trotzdem 100 Minuten für bis zu 4 Minuten Output. Das sind 25 Minuten Arbeit für 1 Minute Output.
Selbst wenn ich einen Screencast erstelle, brauche ich für 4 Minuten immer noch 20 Minuten, bis es fertig ist. Macht schon 5 zu 1.
Mein Ziel für den Podcast wäre ein Verhältnis zwischen 2 bis 3:1. das heißt. Das ist aber nur der eine Teil, denn zu der Zeit, die ich für die Produktion benötige, kommt noch Zeit dazu, die ich brauche um eine Idee zu haben.
Bei einem festen Interview-Format kann ich Stunde um Stunde an Inhalte produzieren ohne eine neue Idee zu benötigen. Wenn ich da einmal gute fragen entwickelt habe, brauche ich nur immer wieder einen guten Gast.
Und das ist eigentlich auch das beste an dem ganzen Podcasten. Ich kann einfach mit vielen spannenden Leuten sprechen und habe am Ende sogar Content. Los geht’s

Das erste Experiment ist der 1000-Stunden-Woche Podcast. Hierbei unterhalte ich mich mit Leuten, die Medien für sich arbeiten lassen.

Die zweite Idee ist im Grunde sehr nah an Entrepreneurs on Fire dran. Aber auf deutsch. Hier mache ich Interviews mit Kleinunternehmen, wobei ich die genaue Abgrenzung noch ausarbeiten muss. Bei diesem Podcast verfolge ich zwei Ziele. Zum einen möchte ich den Menschen Mut machen, sich selbständig zu machen und auf Lange Sicht, will ich möglichst gut verstehen vor welchen Herausforderungen Kleinunternehmer stehen

Über Feedback und über weitere tolle Podcasts würde ich mich freuen.

Alex