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Los gehts: Hello & Like

Im September habe ich mit Nicolai und Thomas den Plan geschmiedet eine Social Media Agentur zu gründen. Seit dem lungerte auch die Webseite helloandlike.com vor sich hin. Ich habe für verschiedene Firmen gearbeitet und ein Semester auf Master studiert, Thomas arbeitet bei der Fachhochschule Mainz als Assistent und hat nebenbei weitere Kunden und Nicolai ist für einen festen Job nach Berlin gezogen. Für mich war das Thema damit aber noch nicht erledigt. Nachdem ich den Master abgeschrieben und einige komische Bewerbungsgespräche geführt hatte, war mir klar, dass ich den Job den ich haben will erst erfinden muss. Mir sind interne Kämpfe zu anstrengend. Deshalb habe ich Anfang Mai den Entschluss gefasst und setzte jetzt voll auf Hello & Like und mein Netzwerk. Der erste Job, unter neuer Flagge, ist schon abgeschlossen. Und dank Sonja hat die Flagge jetzt auch ein Logo.

Wie ist der Plan?

Ich werde mich primär auf Beratung, Konzeption und Akquise kümmern und versuchen möglichst schnell die Umsetzung und Produktion ins Netzwerk auszulagern. Bisher habe ich immer versucht möglichst viel selber zu machen und mich nur bei den Aufgaben, von denen ich keinen Plan oder für die ich keine Kapazitäten frei habe. Jetzt werde ich versuchen mir mehr Zeit für Akquise und Beratung freizuhalten und aus dem Wellengang: „Jobs suchen und keine Jobs haben -> Jobs haben und keine Zeit zum Suchen“ heraus zu kommen. Es bleibt spannend.

Wie gehts weiter mit dem Blog?

Ich werde in Zukunft alles was zu meiner Arbeit passt auf Hello & Like schreiben und diese dann ab und zu hier verlinken. Persönliches, Unsinniges und Weltpolitisches wird es hier aber weiterhin geben. Wie ich das im Detail mache, werde ich mit der Zeit lernen. Vielleicht verknüpfe ich auch beide Seiten über ein Plug-In, mal schauen. Für die RSS-Leserinnen bleibt aber nur ignorieren oder http://helloandlike.com/feed/ abonnieren.

Ach ja, uns fehlt nur noch ein Fan bei Facebook um eine richtige Seite zu bekommen. Ich würde mich so freuen, wenn dir das gefällt.

Das Festanstellungsdogma

Nachdem ich vor zwei Wochen meinen Wechsel auf die Agentur-Gründer-Seite ankündigte und mit ein paar Leuten darüber gesprochen habe, verbreitete sich mein Vorhaben relativ schnell in meinem Umfeld und ich wurde mittlerweile schon von einige darauf angesprochen. Dabei wurde ich häufig gefragt, ob mir das nicht zu riskant ist sowas zu machen und ob ich keine Angst hätte zu scheitern. Ich fands erstaunlich wieviel Angst selbst einige Freelancer vor der Selbstständigkeit haben. Für mich ist es nur der nächste logische Schritt und ich glaube ich habe selber mittlerweile mehr Angst vor einer Festanstellung, bei der andere über meinen eigenen Erfolg und mein Glück entscheiden.

Aber wenn ich auf meine Schulzeit und mein Studium zurückblicke ist diese Angst vor der Selbständigkeit eigentlich ganz logisch. Man wird von Anfang bis Ende fast nur von Beamten unterrichtet. Auch viele Lehrbeauftragte aus der Wirtschaft unterrichten nur um später besser Chancen auf eine Professor zu haben. Workshops mit Unternehmen werden von ehemaligen Studenten gehalten, die festangestellt in einem coolen Laden arbeiten. Und auch Workshops für Selbstständige werden meist von Angestellten gemacht. Selbstständige Unternehmer sind für einen Diplom Designer unbekannte Wesen.

Ich selber leide auch an dieser verzehrten Wahrnehmung. In meiner Diplomarbeit erkenne ich langsam einige Spuren davon. Aber auf der anderen Seite sehe ich für mich auch Chancen in der eigenen Agentur. Anstatt dass ich intern für meine Ideen von Kommunikation kämpfen muss, such ich mir draußen Kunden die dazu passen. Social Media ist nicht ohne weiteres auf jedes Geschäftsmodell, jede Zielgruppe und besonders jede Unternehmensphilosophie anzuwenden. Aber wenn es zusammen passt, dann kann Social Media mehr als Fernsehen und Zeitung zusammen, für einen Bruchteil der Kosten.

Durch eine eigene Agentur kann ich die Chancen, die gerade entstehen, besser nutzen. Mich dabei von einem Vorgesetzten abhängig zu machen, finde ich riskanter.

Trotz Agentur will ich keine Festangestellten haben. Ich werde versuchen die Agentur auf mein enges Netzwerk mit Freelancern und anderen Selbstständigen aufzubauen und könnte mir auch vorstellen, mit gleichberechtigten Partnern, zusammen zu arbeiten.

Was meint ihr, gibt es dieses Dogma oder habe ich mir da was zusammengereimt?

Festanstellung vs. Selbstständigkeit, was sind eure „Pro & Contra“ Argumente?

Facebook ist Chefsache

Ich stelle bei vielen professionellen Facebook-Seiten fest, dass diese von Agenturen geführt und betreut werden und halte das für einen Fehler. An keiner Schnittstelle zwischen Unternehmen und Kunden kann man so leicht und ehrlich die Außenwirkung einer Firma beobachten, wie bei Social Media Angeboten. Es geht nicht darum Facebook und Twitter von Kritik zu befreien, sondern darum auf diese Kritik einzugehen. Dabei muss man nicht immer das machen, was die Kunden wollen. Es geht darum die Anregungen wahrzunehmen, sie mit der Unternehmensphilosophie abzugleichen und darauf entsprechend zu reagieren. Wer hier einen externen Dienstleister zwischen schaltet, der verpasst die Chance zu lernen.

Deshalb ist Social Media für mich Chefsache, wobei ich damit nicht meine, dass der Chef ein eigenes Konto hat und auf Anfragen reagieren sollte, aber er sollte die eigenen Facebookseite zumindest als Startseite täglich beobachten. Schauen wie die Stimmung ist. Alleine durch die Beobachtungen der Kommentare, bekommt man schnell mit, wo der Service Schwächen hat oder warum die Kunden das eigene Produkt lieben.

Wer mit seinem echten Namen einen Kommentar schreibt, dem ist ihr Unternehmen nicht egal und enttäuschte Fans werden zu ihren schlimmsten Feinden.

Wir gründen eine Social-Media Agentur

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Letzte Woche haben Nicolai (Sozilogie und BWL Student), Thomas (Computervisualistik) und ich (Dipl. Medien-Designer) den Plan gemacht eine Social-Media Agentur zu gründen. Das es sowas geben muss, stand für uns nicht in Frage und sogar der Name ist schon gefunden. Aber noch wissen wir nicht genau worauf das hinaus läuft. Deshalb hier erstmal nur meine Sicht auf das Thema.

Warum ich eine Social-Media Agentur gründe?

Es gibt zwar schon einige Agenturen (die auf Web, Kommunikation oder klassische Werbung spezialisiert sind), die auch Social Media anbieten. Social Media wird dort oft als Teil einer Werbekampagne verstanden. Für mich setzt Social Media aber in der internen Kommunikation an. Es geht darum Mitarbeiter untereinander zu vernetzen und sie dabei zu unterstützen mit dem Rest der Welt Kontakt aufzunehmen.

Da jedes Unternehmen eine eigene Kommunikationsstruktur hat und weil man bei Social Media nicht mehr mit Zielgruppen sondern mit Menschen umgeht, gibt es keine Patentrezepte mehr. Jedes Projekt erfordert ein anderes Vorgehen. Social Media ist mittlerweile ein eigenständiger Aspekt der internen und externen Unternehemens Kommunikation, der aber mit allen anderen Disziplinen eng vernetzt ist. Es ist ein sehr komplexes Thema, dass sich nicht nebenbei mit einer Facebook Page abhaken lässt. Deshalb möchte ich mich nicht nur nebenbei damit beschäftigen. Weiterlesen