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Wofür brennst du?

Ich hatte mit einer Freundin eine Diskussion über das Thema, wo willst du in 5 oder 10 Jahren sein und wir beide hatten keine klare Antwort auf die Frage. Es kommt immer anders als mal es denkt.

Leben ist das, was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu schmieden

Deshalb kamen wir auf eine bessere Frage:

Wie willst du in 10 Jahren sein?

Und da waren wir uns dann schnell einig. Wir möchten uns noch immer für etwas brennen. Klar, wollen wir auch fair und nett usw. sein. Aber das sind die Basics. Was macht Spaß? Was bringt einen persönlich weiter?

Begeisterung! Neugier! Für etwas brennen!

Besonders im letzten Jahr ist mir mein Feuer zwischenzeitlich mal ausgegangen. Aber es war noch Glut da. Wenn man sich zu sehr aufs Geld verdienen konzentriert, vergisst man den Blick fürs Wesentliche.

Damit mir das nicht nochmal passiert, habe ich mir jetzt eine Erinnerung eingerichtet.

Wofür brennst du?

Jeden Monat am 27. (der Tag ist eigentlich egal) bekomme ich auf meinem Rechner und iPod jetzt eine Erinnerung mit dem Titel: Wofür brennst du? und ich werde versuchen jedesmal kurz die Antwort aufzuschreiben. Manchmal werde ich bestimmt auch darüber bloggen.

Was ist eure Frage?

Wie wollt ihr in 10 Jahren sein und mit welcher Frage könnt ihr euch daran erinnern?

Möchtet Ihr reich sein? Etwas können, das sonst keiner schafft? Mit Freunden zusammen sein? Oder einfach nur glücklich sein?

Bei einigen Zielen passt eine Frage besser als bei anderen. Aber es ist oft ganz hilfreich wenn man automatisch daran erinnert wird.

Und wofür ich grad brenne, erfahrt ihr dann in einem anderen Post.

Generation Y (Why?)

Die Herkunft des Namens lässt sich fast mathematisch erklären. Nach der Generation X kommt die Generation Y. Aber für mich klang schon immer das Wörtchen „Why“ mit. Wir werden aber auch als die Millenials bezeichnet und sind zum größten Teil „Digital Natives„.

Was charakterisiert die Generation Y?

Fangen wir beim einfachsten an, dem Alter. Auch wenn die Definitionen hier um 5-10 Jahre auseinander gehen, wurden die meisten zwischen 1980 und 1995 geboren. Nachdem die Generation X vor allem mit Weltuntergangsängsten (kalter Krieg, Umwelt, Fernsehen) konfrontiert wurde, ist für uns der Computer und das Internet der erste Hoffnungsschimmer, das wir als Menschheit wieder eine Zukunft haben.

Auch das Aufkommen von Mobiltelefonen fand in unserer Kindheit statt, so dass wir die erste Generation in der Menschheitsgeschichte sind, die außerhalb von Krieg in einer totalen Reizüberflutung aufgewachsen sind. Für uns war nicht mehr die Herausforderung an Informationen zu kommen, sondern wir mussten lernen diese zu scannen und zu validieren oder zu verwerfen. So gelingt es mir täglich mehrere tausend Werbebotschaften zu ignorieren, was uns zu meinem eigentlichen Thema bringt:

Generation Why?

Während sich die Generation X vor allem mit dem wie (viel) beschäftigt, treibt uns die Frage nach dem Warum.

  • Warum sollte es mich interessieren?
  • Warum machen wir das so und nicht anders?
  • Warum bist du besser/mächtiger als ich?
  • Warum dauert das so lange?

Die Welt ist zu komplex geworden und wir sind als Gesellschaft, spätestens seit der Finanzkrise, an die Grenzen der Quantifizierbarkeit angekommen. Mit Zahlen kann man wunderbar lügen, während die Frage nach dem Grund immer noch viele auf dem falschen Fuß erwischt.

Wie funktioniert Geld? Vor der Börse Frankfurt

Am Freitag stand ich etwas länger als 2 1/2 Stunden vor der Frankfurter Börse und habe mit einer Animation gefragt, wie Geld funktioniert. Mit der Aktion ist es mir zumindest gelungen für etwas Erheiterung zu sorgen, wobei die meisten aber einfach vorbei gelaufen sind, trotzdem habe ich ca. 10 Gespräche mit Menschen die auf mich zu kamen, geführt und die mir Ihre Theorie, warum Geld nicht funktioniert, erzählt haben.

Wie Geld funktioniert weiß ich aber noch nicht.

Aber ich werde nächste Woche, wieder nach Frankfurt fahren und die Aktion vor der EZB wiederholen, die Gespräche sind es auf jeden fall wert und es ist viel interessanter als im Internet zu recherchieren.

Update:

Ich habe mir mal den DAXverlauf von gestern angesehen:

Als ich um 11:30 anfing stand der DAX bei 5.170 Punkten, leicht im Plus.

Als ich ging war der DAX auf seinem Tiefststand von 4.974 Punkten also mehr als 3 % Verlust während meiner Performance.

Ich werde das mal weiter beobachten. 😉

 

Bewerbungsfrage: Was hast du nicht gemacht?

Ich finde Bewerbungsverfahren albern, weil dabei die Fragen immer in die selbe Richtung gehen:

Was haben sie bisher gemacht? Was qualifiziert sie für unsere Aufgabe?

Darauf folgt dann ein zuhause zurechtgelegtes und bis ins kleinste Detail poliertes Bla. Ich habe dies gemacht und das gemacht und mehr gemacht als alle anderen. Ich wurde noch nie gefragt, welche Fehler ich in meinem Leben gemacht habe, wann ich die Richtung geändert und wann ich aufgehört habe. Dabei finde ich die Gegenfrage viel spannender.

Was hast du nicht gemacht?

Dabei geht es nicht darum, dass man noch nie auf dem Mond oder in New York war. Es geht um die Chancen und Möglichkeiten, die man ausgelassen hat. Gegen die man sich bewusst entschieden hat.

Hier eine kleine Auswahl von mir:

  • Ich habe kein duales Studium bei Veltins gemacht, weil ich raus aus dem Sauerland wollte.
  • Ich habe nicht beim Fernsehen angefangen, weil die Bezahlung nicht angemessen war.
  • Ich habe meinen Master abgebrochen, weil einige Methoden Menschenverachtend waren.
  • Ich habe bei einem Start Up gekündigt, weil es keine nachhaltige Strategie hatte.
  • Ich habe keine Facebookkampagne für einen Online-Glücksspielanbieter gemacht, weil die Gewinne auf irgendeiner Insel gelandet wären.

Es gibt da noch viel mehr, aber ich hoffe ihr versteht worauf ich hinaus will. Aus den Chancen die ich nicht genutzt habe, kann man viel mehr über mich erfahren, als aus meinem Lebenslauf.

Was meinst du, werden sich die Vorstellungsgespräche wandeln oder bleibt alles wie es ist? Was hast du nicht gemacht?