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Das Ende von Opel und dann?

Die täglichen Staus in fast allen Städten zeigen eindrucksvoll, dass das Auto, egal ob mit Strom, Wasserstoff oder Benzin betrieben, nicht die Antwort auf unsere Mobilitäsfrage sein wird. Deshalb werde ich Opel nach der Pleite auch keine Träne nachweinen. Weniger Autos bedeutet mehr Platz für Menschen und sorgen auch für einen effizienteren ÖPNV, was ich persönlich für recht attraktiv halte.
Aber wenn Opel dann mal abgewickelt wird, bleiben in Rüsselsheim einige Gebäude übrig und das kann der gesamten Region helfen. Günstiger Raum hilft gerade jungen Unternehmern und mit der Lage mitten im Rhein-Main-Gebiet sind die Opelwerke optimal gelegen um ein Innovationshub zu werden.

Eigentlich könnte dieser neue Standort auch für Mainz große Vorteile haben, weil die Stadt für viele, fertige Studenten einfach zu teuer ist. Man ist von der Innenstadt fast genauso schnell in Rüsselsheim wie am Lerchenberg. Nur leider wird unser aktuelles Steuer-Gesetzt einen Strich durch diese Rechnung machen, weil das Geld ja in einen anderen Kreis bzw. ein anders Bundesland fließen würde und sich eine Nutzung des Potentials für die Mainzer Politiker nicht lohnen würde.

Schade eigentlich, dass imaginäre Grenzen hier sinnvolle Lösungen verhindern werden.

Antwort von Herr Wissing

Vor ein paar Wochen habe ich an das Finanzministerium und den zuständigen Vertreter der FDP eine Mail geschrieben, am 29.09. kam die erste Antwort:

Sehr geehrter Herr Boerger,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 7. September 2011.

Ihren Vorschlag finde ich sehr bedenkenswert und innovativ. Die Finanzverwaltung fällt aber in die Zuständigkeit der Länder, deshalb hat die Bundespolitik nur einen geringen Einfluss auf die Steuererhebung und -erfassung. Das von Ihnen vorgeschlagene System müsste daher von den Finanzministern der Länder beschlossen und umgesetzt werden.

Ich empfehle Ihnen daher, sich mit Ihrem Anliegen direkt an den für Ihr Bundesland zuständigen Finanzminister zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Volker Wissing, MdB

Also gehts jetzt weiter, mit einer Mail an Dr. Carsten Kühl

Mainzer Kreativen Stammtisch – Thema Steuern

Morgen findet im Mainzer Nordhafen ein Event statt, dass ich euch nicht vorenthalten will:

Schon wieder die Steuererklärung vor Dir hergeschoben?
Wo liegt denn eigentlich das Problem?

Volker Mett wird zum Thema Einkommenssteuer einen kleinen Vortrag halten und im Anschluß für konkrete Fragen zur Steuererklärung verfügbar sein. Falls Ihr jetzts schon wisst, welche Fragen Euch auf den Nägeln brennt („WIe bereite ich meine Einnahmenübeschussrechnung am besten vor, damit alles ganz schnell geht?“ „Umsatzsteuer: darf ich, muss ich, wie kann ich das vemeiden?“), dann postet die bitte im XING FORUM „MAINZER ZIRKEL KREATIVWIRTSCHAFT“. Sie könnten dann schon im Vortrag besonders berücksichtigt werden.

https://www.xing.com/go/group/69916.ca802f/6287537

FÜR VERPFLEGUNG IST GESORGT, DIE TEILNAHME IST KONSTENFREI UND HILFREICH!

Mittwoch 21.09.2011 ab 19Uhr im Nordhafen:

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Die Idee dahinter

Es gibt sehr viele Freelancer in unterschiedlichen kreativen Bereichen in unserem Einzugsgebiet. Bei einem gemeinsamen Stammtisch haben wir erkannt, dass sich viele Probleme, Fragen, Unsicherheiten und Schwachpunkte ähneln. Wir sind ein heterogene Gruppe, teilen aber einen Großteil an administrativen und unternehmerischen Bedürfnissen. Die meisten von uns sind Einzelkämpfer – auch wenn sich manche zu Teams zusammenschließen: als wirtschaftlicher Faktor werden wir nicht wahrgenommen und auch eine Lobby gibt es nicht.
Wenn sich viele zusammentun, kann sich das ändern: Es geht darum die Interessen einzelner zu bündeln, um konkrete Schritte zur lokalen und produktiven Interessenvertretung zu machen. Daneben geht es auch um den Austausch von Ideen, Erfahrungen, Tipps und Tricks – jeder von uns kann etwas beitragen und anderen damit weiterhelfen.

Offener Brief an Herr Schäuble (CDU) und Herr Wissing (FDP): Unternehmer sein, muss einfacher werden.

Nachdem ich mich jedesmal über unser Steuersystem aufrege, weil es mich Zeit und Nerven kostet, habe ich jetzt mal eine Mail an Herr Schäuble und Herr Wissing geschrieben. Statt den Bürgern zu raten einen Steuerberater zu besuchen, sollte man besser versuchen, das Steuernzahlen kinderleicht zu machen, so dass auch ich als Diplom-Designer das hinbekomme.

Hier die Mail:

Sehr geehrter Herr Schäuble,

ihr Kollege vom Wirtschaftsministerium hat mich bei der Gründermesse Ignition in Mainz mit meinem Anliegen an Sie verwiesen und bevor ich mich weiter aufrege schreibe ich Sie direkt an.

Ich bin seit zwei Jahren Diplom Designer, arbeite Selbständig und habe das mit den Steuern noch immer nicht richtig verstanden. Deshalb habe ich einen Vorschlag an Sie.

Die Unternehmer Karte

Ich wäre Ihrem Ministerium sehr dankbar, wenn Sie so etwas wie eine Unternehmer Karte einrichten würden, die ich bei Transaktionen für mein Unternehmen einfach durch ein Lesegerät ziehe und mit der die Rechnungen automatisch zu meiner Steuererklärung hinzugefügt werden. Wenn ich hingegen selbst Geld einnehme, habe ich ebenfalls ein Lesegereät, durch dass das andere Unternehmer ihre Karte ziehen. Einnahmen die ich mache landen, dann nicht mehr direkt auf meinem Konto, sondern gehen auf ein Treuhandkonto des Bundes und mir wird nur der Anteil überwiesen, der mir nach Steuern bleibt. Klar wäre dafür eine Änderung des Steuerrechts nötig und es wird sicher auch Bedenken wegen dem Datenschutz geben, aber man könnte damit ja optional starten.

Computer sind heute technisch in der Lage diese Berechnungen in Echtzeit durchzuführen und ichkönnte mich stärker auf meine Dienstleistungen konzentrieren, statt mich mit Steuern auseinander zu setzen. Ich denke, dass ich nicht der einzige bin, der Probleme mit dem Steuersystem hat und es nicht ganz versteht.

Ich vermute, dass durch diese Vereinfachung mehr Menschen in die Lage versetzt werden ein Unternehmen zu führen und so zum Einen bei Sozialleistungen gespart wird und gleichzeitig mehr Menschen Steuern bezahlen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie diesen Vorschlag in Betracht ziehen würden und würde Sie gerne bei der Entwicklung eines solchen Systems unterstützen. (es muss ja keine Karte sein, sondern könnte auch über SMS oder ähnliches gemacht werden)

Mit freundlichen Grüßen

Alex Boerger

Die Idee ist jetzt auch nicht erst heute entstanden, sondern hat schon ein paar Monate auf dem Buckel, aber bisher habe ich versäumt mich damit an die Zuständigen zu wenden.

Und hier schon mal der erste kleine Erfahrungsbericht:
Um die Kontaktdaten und Zuständigkeiten heraus zu bekommen, habe ich beim Bürgertelefon des Finanzministeriums und bei der FDP Fraktion angerufen und beide waren sehr nett und haben mir schnell weiterhelfen können.

Die Unternehmerkarte – Ich will eine automatische Steuererklärung

Wenn es darum geht, Daten gegen die Bürger zu verwenden ist die Regierung meist ganz schnell und muss vom Verfassungsgericht gestoppt werden. Aber leider ist noch niemand auf die Idee gekommen mir mit Hilfe meiner sowieso produzierten Daten bei der Steuererklärung zu helfen. Ich hoffe das ändert sich bald.