Publikum kuratieren

warum sollte man das wollen?

Das ein Publikum kuratiert wird, ist eigentlich nichts ungewöhnliches. Bei vielen DanceClubs übernehmen die Türsteher die wichtige Aufgabe. Und alleine, dass man an dem Türsteher vorbei gekommen ist, gibt vielen Leuten schon beim Eintritt ein gutes Gefühl, außerdem fühlt man sich dadurch stärker mit den anderen Auserwählten verbunden.
Eine Selektion schafft ein Gemeinschaftsgefühl.

Aber sie sorgt in den meisten Fällen auch für eine Ausgrenzung, die Gruppe isoliert sich und wird homogen, die Einflüsse von außen werden abgewiesen.

Wenn jeder reden darf wird viel scheiße gelabert

Die Geschichte mit den Clubs lässt sich auch auf Konferenzen übertragen. Das Publikum kuratiert sich selbst, weil es entweder hingeht oder nicht und auf der anderen Seite kommen immer wieder die selben Speaker, weil sie ein gewisses Niveau bewiesen haben.

Anders bei Barcamps, hier soll jeder sprechen, aber auch hier selektiert sich das Publikum selbst. Und es kommen immer wieder die selben Leute und sprechen über die selben Themen, nur jetzt 3.0. Nichts gegen die Leute, bei vielen freue ich mich auf den nächsten Teil der Geschichte, aber da die Teilnehmer so unterschiedliche Hintergründe haben, driften die Dinge leicht ab und zu oft entbrennt eine Meta Diskussion darüber wer, was, wie, meint oder gemeint haben könnte. Durch die extreme Vielfältigkeit der Teilnehmer hat sich noch keine Kommunikationskultur entwickelt. Barcamps sind für mich das bisher beste Konferenz-Format, aber vielleicht ist ja das Prinzip des kuratierten Barcamps wirklich noch effektiver. Und das tolle ist, das gibt’s schon, denn das Barcamp ist nur die Gegenveranstaltung derjenigen, die nicht ins FOO Camp durften. Die FriendsOfO’Reilly treffen sich einmal im Jahr und tauschen sich aus.

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