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Du bist reich – ihr seid reich

Nachdem ich jetzt schon so oft auf dem Kapitalismus und unser Geld rumgehackt habe, bin ich mittlerweile so weit eine Alternative zu formulieren. Zur Zeit arbeite ich mit Miri an einem kleinen Buch oder genauer einem Heft, in dem ich das genauer formuliere. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich das ganze nur exklusiv für Käufer raushauen würde. Da ich sowieso kein echtes Buch schreiben kann bzw. will, sondern eher blogge, werde ich die verschiedenen Absätze nach und nach auf meiner neuen Webseite veröffentlichen.

youarerich.org/de

Meine These: Wenn es uns gelingt unsere Bedürfnisse mit weniger Geld zu befriedigen, dann sind wir schon jetzt reich. Aber alleine kann ich das nicht schaffen. Ich würde mich also über eure Ideen freuen, wer Lust hat auch etwas darüber zu schreiben kann sich melden.

Mein 2011

Etwas spät für einen Jahresrückblick? Egal!

Für mich war 2011 ein Jahr der Erkenntnis und das war nicht immer angenehm. Ich habe zuviel gelernt und musste erst mal lernen, damit umzugehen. Besonders rein gehauen hat da die Frage:

Wie funktioniert Geld?

Mittlerweile ist es ja Mainstream nicht mehr an den Euro zu glauben, aber ich hatte im Laufe des Jahres wirklich ein Krise rund um die Frage, denn mir konnte bis jetzt noch niemand erklären, warum Geld funktioniert, dafür kenne ich sehr viele Gründe, warum es nicht funktioniert. Irgendwann hatte ich die Schnauze so voll, dass ich mich vor die Börse gestellt habe um eine Antwort zu finden. Die habe ich dann leider auch gefunden: Jeder versucht seinen Arsch zu retten und keiner traut sich der Bevölkerung die Wahrheit zu sagen.

Ich hatte wirklich mit dieser schizophrenen Situation zu kämpfen und muss mich deshalb nochmal bei Helmut Creutz bedanken, der mir als Tipp gab: Man muss die Alternative kennen und dafür arbeiten, dann ist das gar nicht so schlimm.

Ich war sogar beim Psychologen, aber nach zwei Stunden habe ich die Beratung für albern befunden. Es kann doch nicht sein, dass Abstumpfen wirklich ein Therapie-Ziel ist. Ich habe mittlerweile auch die Vermutung, dass nur gesunde Menschen, die ihre Probleme mit der widersprüchlichen Welt haben in Therapie gehen. Die gestörten Menschen kommen hingegen sehr gut zurecht.

Mittlerweile habe ich meine persönliche Krise aber überwunden. Nachdem ich mir jetzt eine Menge Wissen angeeignet habe, sehe ich das alles wieder entspannter, denn ich habe ja eine Alternative.

Die TED Community

Es gab aber nicht nur Krisen in diesem Jahr, sondern auch ein wirkliches Highlight. Die spontane Entscheidung eine TEDx zu veranstalten hat sich mehr als gelohnt. Nicht nur das eigene Event hat mir sehr gut gefallen, sondern auch das ganze drum herum. Ich war in Frankfurt und Amsterdam für TEDx Oraganisatoren meetings und konnte sogar bei der TEDxAmsterdam dabei sein, was einfach soooo viele Nummern krasser als unsere kleine Veranstaltung in Mainz war. Da geht viel positive Energie, das hat mich nach dem Geld Schock wieder aufgebaut.

Wie funktioniert Wirtschaft?

Nachdem mir im Studium keiner verraten wollte wie Wirtschaft geht, habe ich es in diesem Jahr wissen wollen. Das Experiment Mate-Pate ist mir und Ago etwas über den Kopf gewachsen. Die Nachfrage war gut, nur bei unserer Logistik gab es Mängel. Trotzdem haben wir schon über 1000 Kisten verkauft und wenn man überlegt, dass eine Kiste fast 20kg wiegt auch einiges bewegt. Finanziell war es aber ein Reinfall. Wir haben zwar kein Lehrgeld bezahlt, sondern bekommen, aber Kellnern bringt unterm Strich doch mehr. Dafür ist das Wissen, dass ich gelernt habe aber unbezahlbar.

Auch Hardy muss ich danken, dass er mir Asyl im Nordhafen gewährt hat. Wir haben beide viel von einander gelernt.

Unternehmer sein, heißt Entscheidungen treffen

Aber nur wenn man die richtigen Entscheidungen trifft, kommt man voran. Das ist ne fiese Nummer wenn man nicht genau weiß was man will. Ich hatte im letzten Jahr so viele Optionen, die am Ende aber doch nur ein Kompromiss waren. Ich wollte einfach nichts davon wirklich mit allen Konsequenzen durchziehen und das habe ich gemerkt. Erfolg kommt mit dem Spaß an der Arbeit und nicht umgekehrt. Deshalb war neben Wirtschaft verstehen auch „mich selber verstehen“ eine große Herausforderung.

Was macht mich glücklich? Weniger!

„Weniger ist mehr“, das lernt man als Designer schon im ersten Semester, aber so richtig verstanden habe ich es erst in diesem Jahr. Durch Blogs wie ZenHabit und Tynan aber auch Büchern wie die „Die 4-Stunden-Woche“ bin ich so ein wenig in die Richtung gerutscht. Ich will mir nicht die ganze Wohnung mit Dingen voll stellen, die ich überhaupt nicht benötige. Ich will nicht soviel Zeit und Geld in Dinge investieren, sondern viel mehr in Begegnungen und Erlebnisse.

Finde einen Beruf, den du liebst und du musst keinen Tag mehr arbeiten

Hier hat mir besonders Jen mit ihrer No regrets Career Academy geholfen. Ich habe mich einfach mal in Ihren Newsletter eingetragen und durch ihre Videos viele nützliche Tipps zur Selbstfindung bekommen. Besonders der Meyers Briggs Type Indicator war sehr nützlich für mich, weil ich danach einfach die meisten Optionen ausschließen konnte.

Ich hoffe ich kann das schon bald weiter geben:

Mein guter Vorsatz 2012: Leuten dabei helfen den richtigen Job zu finden

Der Gelduntergang ist kein Weltuntergang

Ich weiß nicht ob es eine gute oder schlechte Idee war mich vor die Börse Frankfurt zu stellen. Denn es schaut nicht gut aus für Euro und Dollar.

Aber welche Konsequenzen würde ein Crash der Währungen mit sich bringen?

Dank Hollywood gehen wir natürlich vom Schlimmsten aus. Das heißt marodierende Banden ziehen durch die Stadt und kämpfen um die letzten Nahrungsmittel. Diese Angst hat mich in den letzten Wochen wirklich gelähmt.

Aber ein Abend mit Freunden am Rhein gab mir dann wieder Hoffnung, dass uns das diesmal erspart bleibt, denn ich glaube die meisten Mitmenschen haben überhaupt keine Lust auf Revolution und die neuen Kommunikationstechnologien werden uns dich Möglichkeit geben, den Laden auch ohne Geld am Laufen zu halten. Eine neue Übergangswährung lässt sich innerhalb von Stunden aufbauen. Was soll uns also passieren?

 

Animationsfilm von Max von Bock – Wie funktioniert Geld

Sehr schöner Animationsfilm von Max von Bock, mit schön schwarzem Humor, zum Thema Geld:

Teil 1:

Teil 2:

Teil 3:

Wie funktioniert Geld? Vor der Börse Frankfurt

Am Freitag stand ich etwas länger als 2 1/2 Stunden vor der Frankfurter Börse und habe mit einer Animation gefragt, wie Geld funktioniert. Mit der Aktion ist es mir zumindest gelungen für etwas Erheiterung zu sorgen, wobei die meisten aber einfach vorbei gelaufen sind, trotzdem habe ich ca. 10 Gespräche mit Menschen die auf mich zu kamen, geführt und die mir Ihre Theorie, warum Geld nicht funktioniert, erzählt haben.

Wie Geld funktioniert weiß ich aber noch nicht.

Aber ich werde nächste Woche, wieder nach Frankfurt fahren und die Aktion vor der EZB wiederholen, die Gespräche sind es auf jeden fall wert und es ist viel interessanter als im Internet zu recherchieren.

Update:

Ich habe mir mal den DAXverlauf von gestern angesehen:

Als ich um 11:30 anfing stand der DAX bei 5.170 Punkten, leicht im Plus.

Als ich ging war der DAX auf seinem Tiefststand von 4.974 Punkten also mehr als 3 % Verlust während meiner Performance.

Ich werde das mal weiter beobachten. 😉