Neue Verbündete: Gutenberg 2020

Zufälle gibts!

Nachdem sich jahrelang keiner um Gutenberg geschert hat, kamen jetzt gleich zwei auf die Idee das mal zu ändern. Neben mir hat auch Lars Reichow, ein Kolumnist der AZ eine Initiative losgetreten. Während ich mich aber auf den aktuellen Stand konzentriere und versuche die aktuellen Gutenbergs zu finden, möchte er vor allem das Museum wieder zu einem Aushängeschild für die Stadt machen. Er hat das Projekt Gutenberg 2020 getauft. (noch so ein Zufall)

Der “böse” Flughafen als Chance

Es ist fast so, als hätten wir uns gegenseitig in den Kopf geschaut. Als er sein Konzept vorgestellt hat, konnte ich es kaum glauben wieviele Überschneidungen es gab. Wir sind uns einig, dass man Gutenberg im Kontext mit den neuen Medien bringen muss. Es steht ein wichtiger Schritt von Druckkunst hin zu Medien an, nur so kann man das Museum immer wieder mit aktuellen Ausstellungen spannend machen und Besucher anlocken. Und selbst bei der Rolle des Flughafens sind wir uns einig. Jedes Jahr landen Millionen Menschen in Frankfurt und über einen modernen Gutenberg kann man vielleicht ein paar mehr nach Mainz locken. Ich will jetzt keinen Streit vom Zaun brechen, aber ich denke nicht, dass der Flughafen auf lange Sicht die Grundstückspreise senken wird, sondern eher zu höheren Mieten und mehr Wohlstand führt. Ich will jetzt aber auch nicht einen Ablassbrief für Fraport ausstellen, denn laut sind die Flieger trotzdem.Watch movie online John Wick: Chapter 2 (2017)

Hier ist die erste Presse Konferenz

Gutenberg 2012-2020-2050

Jetzt heißt es beide Projekte zu einem größeren zu machen, denn die ergänzen sich super. Während ich den Weg von Social Media (also von unten nach oben) gehe, ist Lars ein klassischer Top-Down Typ. Er hat gleich die AZ und die Stadt mit an Bord geholt. Vielleicht treffen wir uns ja mal in der Mitte.

Noch einen Schritt weiter wäre dann mein verwegener Plan den Hof Gutenberg wieder aufzubauen und zu einer lebendigen Werkstatt zu machen. Dort könnten dann z.B. eine neue Auflage der Gutenberg Bibel hergestellt werden.

Crowdfunding

Ja, das hat geklappt und ich kann vorerst an dem Projekt weiterarbeiten.

Ich danke: Jan, Tobias, Herrmann, David, Seweryn, Nico, Henrike, Sonja, Jannis und einem noch geheimen Sponsor für die Unterstützung.

Ich bin weiter dran endlich die erste Folge zu produzieren, aber die neue, große Initiative hat viele Kräfte im Gutenberg Museum gebunden und alles etwas verzögert. Deshalb ist es jetzt erstmal wichtig beide Projekte zu verbinden, damit nicht alles doppelt gemacht wird.

Glaspfand

Wie geil ist das bitte. Ich habe eine alte DVD mit dem Meisterwerk Glaspfand gefunden.

Der Film ist in meinem Projekt Semester (2006), in dem ich mich mit den Grundlagen der Visuellen Effekte in HD auseinander gesetzt habe. Dabei habe ich unter anderem zusammen mit Daniela, Pascal, Sascha und Bernd (aus dem 2. Semester) einen Kurzfilm mit Making of entwickelt. Damals wurden bei der Semesterpräsentation so oft Arbeiten gezeigt, bei denen das Making of besser war als der Film. Deshalb war unser Ziel nicht soviel Zeit mit dem Film zu verschwenden, sondern lieber gleich den Fokus aufs Making of zu legen. Ich glaub das ist auch mein erster Auftritt als Laiendarsteller. Viel Spaß 🙂

Was würde ein Zen Buddhist tun?

Irgendwie fasziniert mich die Idee von Zen. Wobei es ja keine „Idee“, sondern im Grunde „nichts“ ist. Für mich bedeutet Zen mein Selbst im Universum aufzulösen und dadurch gleichzeitig das Universum zu sein. Ich will jetzt nicht sagen, dass ich dem Irgendwie nah komme, wobei ich mir das in etwa so wie die Erfahrung von Flow vorstelle, aber halt permanent, selbst wenn man auf dem Klo sitzt. 😉

Aber was bedeutet Zen für mein Leben?

Im Grunde ist das bisher nur ne fixe Idee und wirklich tief habe ich mich noch nicht damit beschäftigt. Ich habe nicht meditiert und auch noch keine Bücher gelesen. (vielleicht sollte ich das mal machen?) Ich bin aber irgendwann mal über zenhabits gestolpert und lese seit dem fast alle Beiträge. Und Leos Perspektive war auf jeden Fall eine interessante Bereicherung. Und ich merke wie mich das mit der Zeit beeinflusst hat. Klar bin ich auch älter und erfahrener geworden, aber ich finde auch immer besser meinen Frieden. Das heißt jetzt nicht, das ich jetzt zahm werde, aber ich suche mir meine Schlachten gezielter aus. Wofür lohnt es sich wirklich zu kämpfen? Kann ich einfach einen Umweg gehen und dadurch ohne Risiko mein Ziel erreichen?

Das Zen-Paradox

Man muss sein Selbst aufgeben um sich zu finden.

Neben Zen hat mich auch der MBTI im letzten Jahr schwer beeinflusst. Der MTBI half mir vor allem durch die Erkenntnis, dass ich eher Introvertiert bin. Ich bin zwar weder schüchtern noch verschlossen, aber das soziale Spiel kostet mich viel Kraft. Aber halt nicht immer. Unter den richtigen Leute und Umständen verliere ich mich selbst, und dann bringt es mir Energie. Das sind Momente, in denen ich mir keine Gedanken darüber mache, wie ich wirke, sondern meist für eine Idee brenne. Da spiele ich kein Rolle, sondern es geht um etwas größeres. Vielleicht ist das Zen? Trotz aller Energie habe ich nach so Aktionen trotzdem meist am nächsten Morgen, auch ohne Alkohol, einen Kater und muss mich erholen.

Was würde ein Zen Buddhist tun?

Zurück zur Ausgangsfrage und die ist ziemlich praktisch. Jedes mal wenn ich ausrasten möchte, merke ich zum einen, das ich noch lange nicht Zen bin, aber ich stelle mir jetzt auch jedes mal die Frage: Wie würde ich mich verhalten, wenn ich es hätte? Und meine Antworten darauf sind meist sogar ziemlich klar, aber ich kann mich trotzdem nicht daran halten 🙂 ich bin einfach zu wütend „UND ES IST MIR NICHT EGALl!!!“. Bei Zen würde man der ganzen Sache einfach nicht soviel Bedeutung geben, fertig.

Auch wenn mir die Frage noch keine direkte Hilfe ist, so löst sie zumindest einen positiven Prozess aus. In dem Moment, in dem man versucht sich selber aus der Situation heraus zu nehmen, setzt ein Lernprozess ein. Der dauert dann zwar meist ein paar Tage/Wochen, aber immerhin. Viele verschwenden Jahre mit Wut und Hass. Es wird aber wohl noch ein paar Jahrzehnte dauern, bis die Welt um mich herum zusammenbrechen kann und ich mir denke „das soll so“ und unbekümmert anfange den Besen zu schwingen.

Kann das weg? 7 Dinge die ich beim Film gelernt habe.

Da ich diese Woche so viel zu tun habe, wollte ich trotzdem noch kurz einen Clip erstellen und damit der nicht so alleine ist, habe ich noch mal kurz über andere Themen nachgedacht, die ich beim Filme machen gelernt habe.

  1. Was nicht gebraucht wird, kann weg.
  2. Wenn die Story gut ist, achten die Menschen nicht mehr auf Details.
  3. Die meisten Menschen achten nur auf sich selber. Man selber findet sich peinlich wenn man gefilmt wurde, aber alle anderen sind „so wie immer“.
  4. Ohne Mampf, kein Kampf. Die Konzentration lässt extrem nach, wenn man zu wenig oder falsch gegessen hat. Und genug schlafen.
  5. Was man nicht schafft ist am Ende nicht da.
  6. Wir brauchen keinen Schuldigen, wir brauchen eine Lösung.
  7. Gute Autoren sind bereit eine Geschichte neu zu schreiben, schlechte versuchen sie zu retten. Man muss immer drauf achten, ob man sich verrannt hat.

 

Youtube ist mein TV – Meine Wochenshow 12.06.

Gestern habe ich eher spontan dieses neue Format entwickelt und wie so oft, hatte ich eigentlich etwas ganz anderes vor.

Youtube ist mein TV

Für mich ist Youtube mittlerweile ein TV-Ersatz geworden. Ich gucke zwar noch ab und zu gezielt Inhalte in den Mediatheken an, aber echtes Fernsehen nutze ich schon länger nicht mehr, das ist mir jetzt zur EM nochmal richtig klar geworden, als ich wieder meinen DVB-T Receiver rauskramen und entstauben musste. (Leider ist nicht genug Livestream für alle da.)

Ich bin selber überrascht, wie viel Zeit ich mittlerweile auf Youtube verbringe. Es ist immer noch viel weniger als früher mit Fernsehen, aber ich komme bestimmt auf 5-10 Stunden die Woche. Ihr fragt euch sicher, wie ich das schaffe. Denn so viele gute Katzenvideos gibt es ja auch nicht.

Ich habe vor allem zwei Wege um tolles Zeug zu finden.

1. Youtube

Ich habe viele interessante Leute und Teams abonniert. TEDTalks schaue ich mir z.B. meistens auf Youtube an, aber auch viele Freunde broadcasten immer mal wieder was schönes und natürlich gibt es viel mehr. Dann analysiert Google natürlich mein Nutzerverhalten, so dass ich immer mal wieder tolle Videos angeboten bekomme. Ein Video führt dann über ähnliche Videos zum Nächsten und immer mal wieder schaue ich mir an, was gerade populär ist.

Genial finde ich die Funktion: „Später ansehen“. Da klicke ich mir alles rein, was interessant sein könnte um dann, wenn mir langweilig ist, mal durch zu zappen.

2. Facebook

Der zweite große Block kommt dann von Facebook. Freunde und Seiten posten massenweise Videos und entweder gucke ichs mir direkt an oder klicke auf den „Später ansehen Button“

Meine Youtube Wochenshow

Nachdem ich also jede Woche schon soviel Zeit investiere tolle Videos zu finden, wollte ich die besten gerne mit euch teilen. Klar ist das nicht was für jeden, aber das ist auch nicht mein Ziel. Ich will mal wieder diejenigen finden, die es interessiert. Das Format ist auch nichts für Zwischendurch, sondern soll eher dem Fernsehabend etwas entgegen setzen.

Die erste Version ist noch etwas rough, aber gestern hatte ich die Idee und noch eine halbe Stunde Zeit, also los.

Was ich eigentlich machen wollte

In den letzten Wochen habe ich ein wenig mit dem Thema Livestream experimentiert und habe verschiedene Tools ausprobiert. Ich habe jetzt schon länger überlegt zu welchem Thema sich das anbieten würde, aber noch kein schlüssiges Konzept. Aber ich hatte halt die technischen Grundlagen.

Das zweite, mit dem ich mich beschäftigen wollte, waren die Tools, die Youtube mittlerweile anbietet. Die Anmerkungen habe ich schon öfter benutzt, aber ich wollte auch wissen welche Möglichkeiten der Schnitt in der Cloud anbietet (kurz gesagt, es ist beschissen, aber wenn man nur wenige Schnitte braucht, kann man damit schneller sein.

Mein Workflow war also:

  • Desktop und Webcam in Camtwist zusammen basteln
  • Das Video direkt mit Youtube aufnehmen
  • Schnitt (ein paar Stellen kürzen) in Youtube
  • Links zu Videos und „Next ->“ einfügen
  • Playlist erstellen

Am Ende kam also zu der halben Stunde Formatentwicklung und Aufzeichnung noch mal eine Stunde Nachbearbeitung hinzu.

Wenn euch der technische Hintergrund interessiert und ihr das nach machen wollt, dann kann ich gerne mal ein Tutorial erstellen.

Fazit:

Ich glaube ich habe da ne gute Grundidee, im Moment noch etwas zäh, aber ausbaufähig. Der Aufwand hält sich in Grenzen und ich werde mit Sicherheit noch schneller, wenn ich mal die Macken der Youtube Tools kenne.

Bleibt nur die Frage: Wollt ihr sowas?

Was haltet ihr von so einem Format? Was müsste ich ändern, damit es mehr Leute interessiert? Habt ihr tolle Videos für nächste Woche?