Filmercamp Rückblick

Ich bin mehr als zufrieden mit dem ersten Filmercamp. ca. 80 Teilnehmer kamen zur ersten Unkonferenz für Low-Budget Filmer und ich denke jeder hat viel gelernt und neue Kontakte geknüpft. So hatten wir uns das gewünscht.

Leider habe ich nur sehr wenige Sessions gesehen, aber grad am Samstag gab es noch ne Menge zu organisieren. Zum Glück gibts bald die meisten Sessions online, so dass ich mir die auch noch anschauen kann.

Aber jetzt nochmal alles im Detail:

Der Start

Ganz am Anfang war meine Diplomarbeit und das Pengcamp. Nachdem dort aber nur 15 Teilnehmer kamen, nahm ich mir vor, beim nächsten mal ein Thema zu wählen bei dem ich mehr Leute kenne. Nichts lag näher als Filmemacher einzuladen. Doch bevor ich es auf eigene Faust versucht habe, fragte ich noch Daniel von Hackermovies ob er Bock auf sowas hat. Ich musste ihm nicht lange erklären was ich vor hatte, denn er hat auch schon mit der Idee gespielt und auch Steffen kannte die Idee schon. Das reichte, mein „naiver“ Übermut und Daniels und Steffens Kontakte sollten reichen um so ein Camp auf die Beine zu stellen. Nachdem mir dann auch noch die Fachschaft Medien-Design/Zeitbasierte Medien zusagte gings los. Mein Betreuender Professor (Harald Pulch) gab mir das ok und wir legten los.

Vorbereitung

Bei der Vorbereitung gab es zwei vollkommen unterschiedliche Herangehensweisen. Während Daniel immer alles detailiert in spreadsheets und googledocs plante, musste ich nebenbei noch meine Diplomarbeit schreiben und kam den ganzen Detailfragen nicht hinterher. Grad bei den Ankündigungen und der Kommunikation hat Daniel oft reinhauen müssen. Ich habe mich eher auf die Arbeit vor Ort beschäftigt. Da es in der letzten Woche eines Projekts immer stressig wird nahm ich mir vor, das was möglich war auf den letzten Drücker zu erledigen. Trotzdem musste auch im Vorfeld einiges geklärt werden. Neben ein paar Gruppen Treffen haben wir vieles auch einfach dann besprochen wenn wir uns so über den Weg gelaufen sind. Als weitere Partner konnte ich in Mainz das Peng und das Capitol gewinnen. Neben mir mussten aber noch einige andere Tage opfern, damit das Camp starten konnte. David kümmerte sich um die Pressearbeit, Arend die Plakat Bestellung, Carina klärte FH interne Fragen und fragte die Hotels an, Stefan suchte Screengrabbing Software und Sonja plante das Catering. Es gab aber auch noch viele andere Kleinigkeiten die vorbereitet werden mussten.

Eine der schwierigsten Fragen für uns war, wie viele kommen. Laut Anmeldungen wollten 100 zum Filmercamp, aber wie viele springen ab und wie viele kommen spontan noch dazu? Oder übersetzt für uns, wieviele Münder gibt’s zu stopfen und reicht der Platz? (von den 100 Anmeldungen kamen 72 und 8 sind spontan dazu gekommen).

Durchführung

Die letzten Vorbereitungen starteten wir erst am Donnerstag. Zum einen mussten wir die Fachhochschule vorbereiten und das Essen wollte eingekauft werden. Der Aufwand war aber überschaubar. Das Mittagessen haben wir bei MamasLiebe bestellt und Melanie hat uns drei Salate gezaubert. Den Rest haben wir vor Ort zur Selbstbedienung angeboten.

Am Freitag wurds dann aber richtig stressig, ich war die ganze Zeit nur am rotieren und mussten ständig Fragen beantworten. Zwischen 18 und 23 Uhr hatte ich 20 Anrufe. Es kam mir fast vor, wie auf nem Filmdreh. Und auch vom Samstag habe ich nicht viel mitbekommen. Neben den ganzen Fragen vor Ort musste ich auch noch zusammen mit Gregor und Tassilo die Projektion im Kino einrichten.

Erst am Sonntag hatte ich Zeit mir ne Session anzuschauen, weil da etwas Routine in die ganze Geschichte reingekommen war.

Ergebnisse

Schon am Freitag zeigte sich, dass das Konzept klappt. Die Leute lernten sich kennen und tauschten sich über Film und Welt aus. Und als am Samstag die Sessions starteten war ich begeistert. In jedem Raum waren 20-30 Zuschauer und die Themen schienen anzukommen. Schon beim Mittagessen stand fest, dass dies nicht das letzte Filmercamp sein wird. Die Sessions hätten teilweise auch auf die FMX oder eDIT gepasst, wobei es bei uns mehr Grundlagen gab. Nur das Barcampige blieb etwas auf der Strecke, die meisten Sessions waren Vorträge mit Zwischenfragen. Ich habe versucht reine Diskussionssessions zu starten aber das Publikum war überschaubar. Trotzdem wurde zwischen den Sessions und beim Essen heftigst diskutiert.

Ausblick

Es sollte weiter gehen, aber ich machs nicht. Bei der Durchführung des Events waren mit Vorbereitungen etwa 20 Leute beteiligt und die müssen koordiniert werden. Klar wäre es auch mit weniger Leuten gegangen aber, so konnten die meisten Helfer noch einige Sessions anschauen.

Worauf ich hinaus will, dass Filmercamp soll wandern und ich stehe dann gerne mit Rat zur Seite.

http://www.hackermovies.com/501153/filmercamp-feedback

Was ich aber am tollsten finde, Michael und seine Jungs haben viele Sessions aufzeichnet und bald gibts die im Netz. Die meisten werden sich wohl verbreiten und so für mehr Besucher beim nächsten mal sorgen.

Das Ding läuft!

Update: erstes Video Online, den Rest findet ihr bald hier: http://video.realmaker.de/vortraege.php?id=1

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