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Was mich wütend macht! Wo ich mich machtlos fühle!

An machen Tagen fällt es mir nicht leicht mich auf meine Arbeit zu konzentrieren, weil ich einfach zu wütend bin und mir einfach kein Weg einfällt etwas zu ändern.

Aber sagen darf ichs ja mal:

  • Das Staatsfernsehen (ARD, ZDF), das uns vorgaukelt unpolitisch zu sein
    • Wer entscheidet denn über Budget und Intendanten?
  • Die Zeitungen, die ihre Pressefreiheit nutzen um ihren Anzeigenkunden zu dienen
    • Zeitungen verkaufen Leser und nicht Nachrichten
  • Die Schulen, die uns beibringen in einer Demokratie zu leben
    • Und den Schülern vor allem beibringen still zu sitzen und Ungerechtigkeiten hinzunehmen
  • Die Banken, die erst absahen und dann beim Staat betteln
    • So lange die Anleger sich keine Sorgen um ihr Geld machen müssen, weil Banken vom Staat gerettet werden, wird es weiter Blasen geben
  • Die Banker, die nichtmal wissen wie Geld funktioniert
    • Fragt mal euren
  • Die Korruption in Mainz und Deutschland
    • AHHHHH
  • Meine Mitbürger, die sich alles gefallen lassen
    • Und wieder die selben Parteien wählen
  • Die Pharmaindustrie, die mit Patenten ihren Markt schützt und Menschen verrecken lässt
    • Alle Jahre wieder wird eine Grippe durchs Land getrieben die uns alle tötet! Und der Staat kauft sofort das Wundermittel
  • Die Automobilhersteller, die mit Angst um Arbeitsplätze ihre veraltetes Geschäftsmodel retten
    • Mit dem Geld könnten wir auch ÖPNV für alle finanzieren und würden uns gleichzeitig unabhängiger vom Öl machen

Offener Brief an Herr Schäuble (CDU) und Herr Wissing (FDP): Unternehmer sein, muss einfacher werden.

Nachdem ich mich jedesmal über unser Steuersystem aufrege, weil es mich Zeit und Nerven kostet, habe ich jetzt mal eine Mail an Herr Schäuble und Herr Wissing geschrieben. Statt den Bürgern zu raten einen Steuerberater zu besuchen, sollte man besser versuchen, das Steuernzahlen kinderleicht zu machen, so dass auch ich als Diplom-Designer das hinbekomme.

Hier die Mail:

Sehr geehrter Herr Schäuble,

ihr Kollege vom Wirtschaftsministerium hat mich bei der Gründermesse Ignition in Mainz mit meinem Anliegen an Sie verwiesen und bevor ich mich weiter aufrege schreibe ich Sie direkt an.

Ich bin seit zwei Jahren Diplom Designer, arbeite Selbständig und habe das mit den Steuern noch immer nicht richtig verstanden. Deshalb habe ich einen Vorschlag an Sie.

Die Unternehmer Karte

Ich wäre Ihrem Ministerium sehr dankbar, wenn Sie so etwas wie eine Unternehmer Karte einrichten würden, die ich bei Transaktionen für mein Unternehmen einfach durch ein Lesegerät ziehe und mit der die Rechnungen automatisch zu meiner Steuererklärung hinzugefügt werden. Wenn ich hingegen selbst Geld einnehme, habe ich ebenfalls ein Lesegereät, durch dass das andere Unternehmer ihre Karte ziehen. Einnahmen die ich mache landen, dann nicht mehr direkt auf meinem Konto, sondern gehen auf ein Treuhandkonto des Bundes und mir wird nur der Anteil überwiesen, der mir nach Steuern bleibt. Klar wäre dafür eine Änderung des Steuerrechts nötig und es wird sicher auch Bedenken wegen dem Datenschutz geben, aber man könnte damit ja optional starten.

Computer sind heute technisch in der Lage diese Berechnungen in Echtzeit durchzuführen und ichkönnte mich stärker auf meine Dienstleistungen konzentrieren, statt mich mit Steuern auseinander zu setzen. Ich denke, dass ich nicht der einzige bin, der Probleme mit dem Steuersystem hat und es nicht ganz versteht.

Ich vermute, dass durch diese Vereinfachung mehr Menschen in die Lage versetzt werden ein Unternehmen zu führen und so zum Einen bei Sozialleistungen gespart wird und gleichzeitig mehr Menschen Steuern bezahlen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie diesen Vorschlag in Betracht ziehen würden und würde Sie gerne bei der Entwicklung eines solchen Systems unterstützen. (es muss ja keine Karte sein, sondern könnte auch über SMS oder ähnliches gemacht werden)

Mit freundlichen Grüßen

Alex Boerger

Die Idee ist jetzt auch nicht erst heute entstanden, sondern hat schon ein paar Monate auf dem Buckel, aber bisher habe ich versäumt mich damit an die Zuständigen zu wenden.

Und hier schon mal der erste kleine Erfahrungsbericht:
Um die Kontaktdaten und Zuständigkeiten heraus zu bekommen, habe ich beim Bürgertelefon des Finanzministeriums und bei der FDP Fraktion angerufen und beide waren sehr nett und haben mir schnell weiterhelfen können.

Wie die CDU-Mainz Bürger für Wahlwerbung nutzt

Schon bei der Ausschreibung des Wettbewerbs war ich misstrauisch. Die CDU-Mainz suchte Nutzungsvorschläge für den Kiosk an der Lessingstraße und das obwohl sie dort garnicht in der Regierung ist. Da ich zu der Zeit eh einen Text für den Internetbrunnen geschrieben hatte, reichte ich aber mal einen Vorschlag ein und dachte mir: „Mal schauen was dahinter steckt“.

Letzte Woche bekam ich dann die Nachricht:

Sehr geehrter Herr Boerger,

vielen Dank für Ihren Vorschlag. Die Jury fand ihn gut und möchten Ihnen am kommenden Freitag um 16 Uhr einen dritten Preis verleihen. Herzlichen Glückwunsch!

Ich habe mich ein wenig gefreut und entschied mich, mir mal die Verleihung anzuschauen. Als ich ankam, wurde ich von einer Mainzerin mit der Frage: „Haben Sie auch den dritten Preis bekommen?“ begrüßt und erfuhr kurz darauf, dass es den dritten Preis insgesamt 14 Mal gab.

Ist das ne Kaffee-Fahrt?

Als dann endlich die beiden Politiker Gerd Schreiner und Karsten Lange ankamen, wurde der Fake aufgelöst. Denn wie ich erwartet habe, hat der Wettbewerb keine wirklichen Auswirkungen auf die zukünftige Nutzung der Trinkhalle. Es ging nur darum Fotos mit engagierten Bürgern zu machen.

Es war zwar spannend die ganzen Ideen zu hören und einige hätten sich sicher umsetzen lassen und ich hätte gerne mal einen runden Tisch mit allen angesetzt, weil ich glaube, dass sich viele von den Preisträgern für ihre Neustadt engagieren würden. Aber der Vorschlag kam zu überraschend und nach dem Gruppenfoto waren alle sofort mit ihrem Preis (Käsekuchen oder Fresskorb) verschwunden.

Im Anschluss an die Veranstaltung sicherten mir die beiden CDU Botschafter zu, dass sie alle beteiligen anschreiben werden, um sie erst zur Ortsbeiratssitzung und später zu einer Diskussionsrunde einzuladen.

Falls den Versprechungen auch taten folgen, werde ich hier darüber berichten.

Traurig: "Und alle so Yeaahh" ist unser "yes we can"

Ich war gestern am Mainzer Markt um die Kanzlerin zu „feiern“ und eigentlich wollte ich heute noch schnell was zu besseren Flashmob Taktiken schreiben. Aber wozu? Die Yeeaahh-Rufe würden einzig, die aktuelle Stagnation der Politik dokumentieren. Schade, dass uns Frau Merkel keine echten Gründe zu feiern gibt. Keine Ideen, keine Zukunft. Die Schallplatten der Politik sind auf der letzten Rille … der letzten Rille … der letzten Rille … der letzten Rille. Und keiner traut sich mal auf einen Livestream zu schalten.

Man muss nichts machen, die Politik demontiert sich grad selbst.

Und ich bin eigentlich auch ganz froh, dass die Massen hierzulande nicht jubeln, wenn DIE KANZLERIN KOMMT.

Wer jubelt, hört nicht zu und denkt nicht mit

YES WE CAN spend billions for banks! YEAAHH

Aber ist „Yeaahh“ wirklich alles, was unsere Generation zu sagen hat? Man kann zu „Yeaahh“ sagen was man will, aber besser als Steine werfen ist es auf jeden Fall.

Wir müssen unsere Taktik noch lernen, aber eins ist uns klar. Gewalt wird weder von uns, noch vom Rest der Gesellschaft akzeptiert. Das ist unser Erbe der 68er. Aber im Gegensatz zu damals, ist es auch garnicht mehr nötig auf diese Weise zu provozieren.

Wir haben Kameras, wir sind die Nachrichten! Weiterlesen

WENIGER ARBEIT: und alle so "YEAAHH"

Wenn man nichts zu sagen hat, muss man halt LAUTER SCHREIEN!!!!!

Zumindest wirkt das wie die Taktik die sich unsere PolitikerInnen ausgedacht haben. Wo sind die Ideen? Wo die Konzepte? Warum schreibt ihr nicht:

ALLES BLEIBT WIE ES IST, NUR ANDERS!

auf die Plakate?

Seit ein paar Tagen kursiert ein Foto durchs Internet, dass es gut auf den Punkt bringt:

(via Nerdcore)

Update: Und alle so Yeaahh Flashmob, deutet sich an…Ort und Zeit s.o. bin gespannt 😀

Was ich mir von den Parteien gewünscht hätte wären Ideen zu diesen Themen:

  • Förderung von mehr Selbstständigkeit!
  • Weniger Bürokratie!
  • Das Ziel Arbeitsplätze abzubauen (Grundeinkommen), statt künstlich neue zu schaffen!
  • mehr Wohlstand statt mehr Arbeit!

Mich nervts echt, dass an der Idee des lebenslagen Arbeitsplatzes festgehalten wird. Eine Maschine erreicht die Leistung von 1000 Menschen, warum feiern wir das nicht?

Ich fordere: Weiterlesen